Sex, Papst und Alkohol

Liebe Freunde der kaum noch verdaubaren Informationsflut!

Zeitungen, TV-Sender, Facebook, Twitter und Co. schütten uns zu mit Neuigkeiten. Hochaktuell ist der Hashtag #MeToo. Eingebrockt hat uns das der amerikanische Filmproduzent Weinstein, der über Jahre Schauspielerinnen belästigt und vergewaltigt haben soll. Im Sog dieser Grausamkeit outen sich tausende von Frauen, sie wären im Lauf ihres Lebens ebenfalls sexuell belästigt worden. Was soll ich dazu meinen? Zu allererst gehören Täter angeklagt, vor Gericht gestellt und einer gerechten Strafe zugeführt. Mit den Damen, die mit ihrem flotten „Ich-auch!“ kollektiv die Männerwelt verdächtigen und posthum schuldig machen, tue ich mich schwer. Hetzjagden und Vorverurteilungen hat unser Rechtsstaat nicht vorgesehen. Es gilt nicht die Schuldzuweisung, sondern gottlob die Unschuldsvermutung!

Mich beruhigt die Schauspielerin Nina Proll. Sie hat ihre Geschlechtsgenossinnen zurückgepfiffen und klargestellt: Frauen sollen auf Zudringlichkeiten mit einem deutlichen Nein antworten. Und wenn das nicht fruchtet, zu Rechtsmitteln greifen. Zudem meint Nina, dass nicht nur Männer die Täter seien. Ihr Mann Gregor Bloeb sei nicht nur einmal von einer Frau belästigt worden.

Schauplatzwechsel: Papst Franziskus beklagte unlängst, die Europäer seien unfruchtbar. Sie würden quasi in einem Akt der Fortpflanzungsverweigerung Europa dezimieren. Ein bisschen hätte der Oberhirte dieses Problem selbst in der Hand. Eine Lockerung des Zölibats wäre da eine Chance. Letztes Thema: Jüngst las ich, dass ein Firmenchef in seinem Betrieb Alkomaten aufstellt, um seine Arbeiter im Verdachtsfall blasen zu lassen. Ist das schon der vielfach gewünschte Heimatschutz?

Zurück zum Zölibat. Selbiges war einst für Politiker gedacht, die sich frei von Ablenkung dem Staat widmen sollten. Jetzt trinken die, grapschen nach Miniröcken und treten zurück. Lieber Papst: Wozu soll sich sowas fortpflanzen?

Meinhard Eiter


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