98 Projekte umgesetzt

Sind gefragte Ansprechpartner, wenn es um die Förderprogramme geht – vorne: Simone Reimair, Sandra Careccia und Waltraud Handle; hinten: Obmann Helmut Mall, Evi Jörg und GF Gerald Jochum (v. l.) Foto: privat

2016 Investitionsimpuls von 36 Mio. Euro ausgelöst

 

Vergangenen Donnerstag trafen sich die Mitglieder des Regionalmanagements für den Bezirk Landeck „regioL“ im Innovationszentrum Lantech in Landeck, um die Generalversammlung abzuhalten. Resümee: Hinter dem Verein liegt wieder ein erfolgreiches Jahr.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

Dafür konnte der gefragte Ansprechpartner für die Förderprogramme im Bezirk Landeck jede Menge Lob einheimsen. DI Chris-tian Stampfer von der Abteilung Landesentwicklung und Zukunftsstrategie des Landes Tirol etwa meinte: „Die Umsetzung der Förderprogramme wird hier in der Region durch die professionelle Herangehensweise optimal umgesetzt. Das ist nicht überall so. Man erkennt hier auch die strategische Linie und das ist sehr wichtig.“ Hinter diesem Erfolg steckt ein sechsköpfiges Team, welches mit sehr viel Engagement, Fachkompetenz und Eigeninitiative entsprechend dem Vereinsauftrag die Ziele der „Integrierten Regionalentwicklungsstrategie Landeck“ verfolgt. Das Team bilden Obmann Helmut Mall, Geschäftsführer Gerald Jochum, die Bereichsleiterinnen Simone Reimair und Waltraud Handle, die Projekt-assistentin Evi Jörg und die Sachverständige für barrierefreies Bauen Sandra Careccia.

 

ENTWICKLUNGSSTRATEGIE. Der Kern der Entwicklungsstrategie besteht darin, der prognostizierten Bevölkerungsabnahme sowie der Abnahme der Erwerbspersonen im Bezirk Landeck entgegenzuwirken und zusätzliche Arbeitsplätze (auch für Frauen) zu schaffen. Darüber hinaus sollen in verschiedenen Aktionsfeldern (Attraktivierung des Sommertourismus, Initiierung von Pilotprojekten im Bereich der erneuerbaren Energie, Ortskernrevitalisierung, Revitalisierung historischer Kulturbauten, Unterstützung von benachteiligten Gruppen und Förderung von Chancengleichheit etc.) Investitionen ausgelöst werden. Dasselbe soll auch durch das Sonderförderprogramm „Oberes und Oberstes Gericht“ des Landes Tirol gelingen.

 

ERGEBNISSE. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: Im Jahr 2016 konnte „regioL“ für 98 Projekte 4,3 Millionen Euro an Fördermitteln (EU, Bund und Land) in den Bezirk Landeck holen. Sie lösten einen Investitionsimpuls von 36 Millionen Euro aus. Dadurch konnten 464 Arbeitsplätze (davon 201 Frauenarbeitsplätze) gesichert werden. Bei einem Viertel davon handelt es sich um neue Arbeitsplätze, drei Viertel sind erhaltene Arbeitsplätze. Für die gemeindeeigene Kommunalsteuer werden insgesamt Einnahmen in Höhe von 417.600 Euro prognostiziert. Nicht unwesentlich ist der Beitrag gegen die Abwanderung im Bezirk Landeck: 513 Personen konnten durch die Projektinitiativen gehalten werden. 27 Unternehmen wurden bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Produkte unterstützt. Im Jahr 2016 wurden im „Aktionsfeld 1“ Projekte beschlossen, wodurch Wohnraum im Ausmaß 2030 m2 entstehen wird. Zudem wurden Energieprojekte (z.B. Photovoltaik-Kraftwerke beim Autohaus Falch, Autohaus Maschler und bei der Tischlerei Gitterle) umgesetzt, womit der Stromertrag pro Jahr 353350 kWh beträgt.

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