Aktive Gemeinde mit gesunden Ergebnissen

Finanzverwalterin Barbara Trenkwalder mit Bgm. Josef Knabl und VBgm. Andreas Huter präsentieren ihre guten Zahlen in einer gut gegliederten Übersicht. RS-Foto: Burger

Einsatz und Gemeinschaft lohnen sich in Arzl im Pitztal

Gemeinderatssitzungen sind im Allgemeinen nicht mehr viel besucht, halten sich strikt an die Tagesordnungen und erstellen dann Protokolle, um alle BewohnerInnen zu informieren. Umso schöner war es dieser Tage, zu sehen, dass viele Mitglieder der Feuerwehr und einige weitere BürgerInnen an der einberufenen Sitzung der Gemeinde Arzl im Pitztal teilnahmen. Man durfte auf einen interessanten Abend schließen.

Von Mel Burger

Nach der Begrüßung aller Anwesenden durch Bgm. Josef Knabl erklärte dieser, dass er den Punkt acht in Hinblick auf die rege Teilnahme der Feuerwehrmitglieder gern vorziehen möchte. Nach kurzer Durcharbeit des letzten Protokolls wurde das Anliegen der Feuerwehr Wald vorgebracht. Man hatte schon in mehreren früheren Gesprächen geklärt, dass die Feuerwehrwache ein neues Fahrzeug benötigt, da das alte Fahrzeug aus dem Jahre 1992 schon stark in die Jahre gekommen ist. Trotz 75 aktiver Mitglieder steht der Ortsfeuerwehr Wald nur ein Fahrzeug zu. Diese Entscheidung fällt die Gemeinde und die Landesfeuerwehr gemeinsam, wichtige Hilfe dazu liefert die Einwohnerzahl und die Anzahl der gewerblichen Betriebe. Der alte Kleinlöschwagen wird im Zuge dessen verkauft und man hofft einen Liebhaber solcher Fahrzeuge zu finden. Die Gemeinderatsmitglieder stimmten einstimmig dem Kauf zu, der vom Land geprüft wird und von der Landesfeuerwehrstelle gefördert wird. Obmann Lukas Gabl gab an, dass man durch Sammlungen und Veranstaltungseinnahmen im Stande ist, 20.000 Euro an Eigenmitteln selbst aufzubringen. Der Wunsch aller Beteiligten ist ein LFB-A Fahrzeug (Anm.: Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung und Allrad), da es durch seine flexible Einsetzbarkeit besser genützt werden kann und alle anderen Orte auch qualitativ unterstützen kann.

Finanzen.

Als nächste Punkte wurden die üblichen Durchsichten am Jahresbeginn wie die Vorjahresabrechnung 2016 und die Budgetaufstellung für 2017 besprochen. Amtsleiterin Barbara Trenkwalder und ihr Team projektierten eine extrem übersichtliche Auflistung der jeweiligen Ausgaben, Einnahmen und Zahlen in einer Präsentation an die Wand, die jeder Anwesende verstand und sogar gern verfolgte, was normalerweise bei einem Zahlenfluss dieser Belange eher schwer ist. Ebenso konnte sie alle mit dem tollen Ergebnis und einem recht positiven Verschuldungsgrad von 25,06% überraschen. Die finanzielle Lage von Arzl hat sich seit dem Jahr 2008 stetig verbessert und auch gehalten. Wie Frau Trenkwalder erklärte, wurde nach den schlechten Jahren sehr auf den Verkauf von Grundstücken, Erschließung gewerblicher Gebiete und auf besseres Haushalten geachtet, was in einer Gemeinde wie Arzl sehr schwierig ist, da diese wegen dem durchschnittlichen Prokopfaufkommen noch zu den minderbemittelten Gemeinden zählt.

Regional.

Danach machte der Bürgermeister auch nochmals auf das regionale Wirtschaftsprogramm, das dieses Jahr vom Land gefördert wird, aufmerksam. Auch in der Gemeinde Arzl haben einige MitbürgerInnen schon für verschiedene Ideen geworben und Projektgruppen gebildet. Es handelt sich um verschiedene Umsetzungen von touristischen und landwirtschaftlichen Ideen, die nicht nur kurzfristig interessant sind. Eines dieser Projekte wäre ein Aussichtsturm, der sich am Osterstein befinden könnte, der dadurch schon von Weitem sichtbar wäre und auch einen großartigen Ausblick für Besucher geben würde. Ebenso möchte Herr Bgm. Knabl, dass man den Pitztaler Mais wiederbelebt, der zwar nicht mehr zu den wirtschaftlichsten Produkten zählt, aber das Pitztal immer geprägt hat und die Regionalität in den Vordergrund stellen wird. Es werden bald verschiedene Sitzungen zu diesen und weiteren Projekten stattfinden.

 

Über Oberländer Rundschau

Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.