„Alles noch offen“

Bgm. Harald Sieß: „Es muss für Strengen eine vertretbare Lösung kommen.“ RS-Foto: Archiv

„St. Josef“: Fusion von Sprengel und Heimverband angedacht

 

Verantwortliche des Sozialsprengels St. Josef und des Wohn- und Pflegeheims St. Josef in Grins überlegen eine Fusion der beiden Einrichtungen. Das würde für Strengen Änderungen bedeuten.

 

Von Daniel Haueis

 

Eine Fusion des Sozialsprengels St. Josef und des Wohn- und Pflegeheimverbands St. Josef in Grins hätte mitunter Vorteile – Bgm. Thomas Lutz, Obmann von Sprengel und Heim: „Der Grundgedanke ist sicher richtig, Heim und Sprengel unter ein Dach zu bringen. Man sieht es positiv.“ Auch laut Bgm. Toni Mattle aus Galtür wäre sie sinnvoll, denn es wäre dann z. B. eine „Spitzenabdeckung“ – Personal des Sprengels hilft im Heim aus und umgekehrt – leichter möglich und rechtlich klar geregelt. Die beiden Institutionen umfassen aber teilweise andere Gemeinden: Beim Sprengel sind neben den vier Paznauner Kommunen Tobadill, Pians, Stanz und Grins dabei, beim Heim ist es zusätzlich Strengen. „Wir haben einen Diskussionsprozess gestartet und wollen auch für Strengen eine gute Lösung finden“, erklärt Bgm. Mattle, denn: „Man war ursprünglich froh, weil Strengen mitfinanziert hat“ (beim Wohn- und Pflegeheim in Grins). Obmann Bgm. Lutz sieht ebenfalls den „Knackpunkt“ Strengen. Besprechungen im Landhaus hat es bereits gegeben, am Dienstag dieser Woche war ein Termin in der BH Landeck vereinbart, nun sei die technisch-rechtliche Machbarkeit zu prüfen.

 

ALLES NOCH OFFEN. Für Bgm. Harald Sieß in Strengen ist klar, dass eine Fusion nur bei gleichen Mitgliedsgemeinden möglich ist. Und das bedeutet, dass Strengen sich entscheiden wird müssen. Also möglicherweise Wechsel des Altersheimverbandes – sozusagen von Grins nach Flirsch (was passiert dann mit den Strenger Investitionen ins Heim in Grins?). Oder Wechsel des Sozialsprengels – also von Flirsch nach Grins (wobei Strengen seit Jahrzehnten im Sprengel Oberes Stanzertal verankert ist). Möglicherweise tun sich im Laufe der Gespräche weitere Optionen auf. Für Bgm. Sieß ist jedenfalls „alles noch offen“, er pocht auf eine „vertretbare Lösung für Strengen“, denn eigentlich sei Strengen derzeit „so gut aufgestellt, dass ein Wechsel nicht möglich ist“. Nun betrachte der SGS St. Josef, wie Strengen zum Sprengel in Grins wechseln könnte, und das Wohn- und Pflegeheim Flirsch schaue sich an, wie Strengen dorthin wechseln könnte. „Wir reden da nicht von Schuhschateln, sondern von Menschen“, will Sieß eine Lösung, die für die StrengerInnen annehmbar ist.