Bezirksparteitag der Tiroler Volkspartei

Sonja Ledl-Rossmann wurde mit 97,5 Prozent wiedergewählt. Bgm. Martin Hohenegg (Ehrwald), Sonja Ledl-Rossmann, LH Günther Platter, Bgm. Günther Walch (Steeg) und Bgm. Markus Eberle (Tannheim) (v.l.) strahlen nach der Wiederwahl. RS-Fotos: Schretter

„Mit Mut und Zuversicht weitergehen!“

Am Mittwoch, dem 3. Mai, lud die Tiroler Volkspartei zum Bezirksparteitag ins Veranstaltungszentrum Breitenwang ein. Bei diesem Termin standen auch die Neuwahlen der Bezirksparteispitze auf der Tagesordnung. Bezirksparteiobfrau Sonja Ledl-Rossmann blickte in ihrer Ansprache auf herausfordernde und ereignisreiche vier Jahre zurück und forderte das zahlreich erschienene Publikum auf, gemeinsam ein starkes Signal für die Tiroler Volkspartei im Bezirk Reutte zu setzen.

Sonja Ledl-Rossmann freute sich, zahlreiche Gäste und Ehrengäste in Breitenwang begrüßen zu können. Allen voran den Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, NRin Liesi Pfurtscheller, VP-Bezirksobmann Toni Mattle aus Landeck und den VP-Landesgeschäftsführer Martin Mallaun. Auch Vertreter aus der Wirtschaft waren zahlreich anwesend.

Die Weichen neu stellen. Standortbürgermeister Hans-peter Wagner erklärte bei seinen Grußworten: „ Die Mitte hält unsere Gesellschaft zusammen. Die Partei soll gestärkt werden. Auch dazu ist dieser Bezirksparteitag da.“ Sonja Ledl-Rossmann hat die Funktion der Bezirksparteiobfrau seit 18. März 2013 inne und in diesen vier Jahren persönlich und für die Partei viel erreicht. Bei ihrer Wahl stand sie für eine klare Abgrenzung gegen Anna Hosp und „Vorwärts Tirol“. Kurz darauf wurde Sonja Ledl-Rossman zur Bundesrätin ernannt. Elisabeth Pfurtscheller zog in den Nationalrat ein und Klaus Schimana übernahm die Geschäftsführung der Bezirkspartei.
„Wir wollen an dieser Stelle mit Mut und Zuversicht weitergehen. Wir sind bereit zu kämpfen. Was uns stark macht, ist die Grundeinstellung, immer an einem Strang zu ziehen“, umreißt Ledl-Rossmann ihre Vorhaben für die Zukunft. Man habe sich immer in allen Bereichen unterstützt. „An dieser Stelle gebührt mein ganz besonderer Dank meinen drei Stellvertretern – Bgm Markus Eberle aus Tannheim, Bgm. Martin Hohenegg aus Ehrwald und Bgm. Günther Walch aus Steeg. Bei allen Entscheidungsfindungen standen sie an meiner Seite. Danke auch an Liesi (Pfurtscheller) für die hervorragende Zusammenarbeit. Wir können uns aufeinander verlassen und unterstützen uns gegenseitig. Wir nutzen unsere Energien für die Anliegen des Außerferns. Meinen besonderen Dank richte ich hier noch an die Landespartei, bei der die Ohren für unsere Anliegen immer offen sind.“

Wichtige Themen. In ihrere Ansprache ging Sonja Ledl-Rossmann näher auf Themen ein, die ihr und der Partei besonders am Herzen liegen. In Bezug auf die Flüchtlingsproblematik wurde dank der Umsicht des Landeshauptmanns ein Weg eingeschlagen, der Hilfe für schutzsuchende Personen möglich macht, ohne die heimische Bevölkerung zu überfordern. Das Fernpassthema wurde als besonders wichtig für das Außerfern und die Nachbarbezirke – besonders den Bezirk Imst – betont. „Ich kann die kritischen Stimmen durchaus verstehen. Wir stellen die Interessen der Bevölkerung in den Mittelpunkt. Wir müssen eine Lösung finden, die finanzierbar ist und die bestmögliche Entlastung bringt. Für uns ist das der Scheiteltunnel. Noch nie waren wir in dieser Thematik so weit wie heute. Wir haben eine Resolution, die von drei Bezirken und wichtigen Institutionen getragen wird“, verleiht Sonja Ledl-Rossmann ihrer Überzeugung Ausdruck.
Seit einiger Zeit wird über die Errichtung einer HTL in Reutte diskutiert. Eine Bedarfsanalyse soll zeigen, welche Ausbildung für die Betriebe im Außerfern benötigt wird. „Wenn die Bedarfsanalyse ergibt, dass so eine Schule für den Bezirk und darüber hinaus wichtig ist, werden wir das mit aller Kraft unterstützen“, verspricht die Politikerin.
Besonders erfreulich seien auch die niedrigen Arbeitslosenzahlen im Bezirk. Die Zeit ihrer Präsidentschaft im Bundesrat werde sie bestmöglich nutzen, sie könne dadurch einen guten Draht in die Ministerien aufbauen und so wichtige Netzwerke pflegen.

Weiterarbeit in bewährtem Team. „Für die Zukunft wünsche ich mir Optimismus und Leidenschaft. Ich werde meine Entscheidungen weiter mit voller Überzeugung treffen und hoffe auf eine Weiterarbeit in der Zukunft mit dem bewährten Team. Dafür bitte ich um das Vertrauen bei der Wahl“, schloss Sonja Ledl-Rossmann ihre Ausführungen ab.

Kraftvoll in eine sichere Zukunft. Landeshauptmann Günther Platter betonte, dass bei der VP das Volk vor der Partei steht. Dennoch dürfe Patriotismus nicht mit Nationalismus verwechselt werden. „Solidarität bringt uns in die Zukunft. Regionen müssen kooperieren, um gemeinsam in Europa voranzukommen. Sicherheit muss gewährleistet bleiben“, betont der oberste Politiker Tirols.
Auch Günther Platter greift in seiner Ansprache aktuelle Themen auf und unterstreicht die Einigkeit der Landespartei mit den Bezirksparteien.
2017 sieht Günther Platter als Arbeitsjahr und richtet den Fokus auf die Verantwortung jedes Einzelnen in der Partei für die BürgerInnen des Landes. Die fruchtbare Bezirksarbeit soll auch in Zukunft weitergeführt werden.
„Gehen wir’s gemeinsam an. Wenn es der VP gut geht, geht es auch dem Land gut“, fordert auch der Landeshauptmann auf, mit Bedacht  eine gute Wahl zu treffen.

Neuwahlen. Die Neuwahlen der Bezirksparteispitze sind zukunftsweisend für den Bezirk. Martin Schädle, Bürgermeister in Grän und Hansjörg Fuchs, Bürgermeister in Lechaschau wurden einstimmig als Finanzprüfer gewählt. Ebenso einstimmig verlief die Wahl der zwölf bündischen Delegierten. Die Wahl der Bezirksparteiführung mit den drei Stellvertretern wurde schriftlich durchgeführt und brachte nach Auszählung der Stimmen ein eindeutiges Ergebis.
Mit 97,5 Prozent aller Stimmen wurde Sonja Ledl-Rossmann erneut zur Bezirksparteiobfrau gewählt. Mit ebensolchem Nachdruck wurden die drei Stellvertreter Markus Eberle, Martin Hohenegg und Günther Walch in ihren Ämtern bestätigt. Mit Standing Ovations und Glückwünschen wurde das Wahlergebnis gefeiert.