Breitenwanger Kulturforum macht Lust auf Kultur

Das Breitenwanger Kulturforum sorgt wieder für Abwechslung im Kulturkalender 2017. Darauf freuen sich Robert Pacher (l.) und Wolfgang Wallgram zusammen mit Obfrau Daniela Sulik. RS-Foto: Claus

Umfangreich und viel Abwechslung steht für 2017 auf dem Programm

Auf ein rundum zufriedenstellendes Jahr kann das Kulturforum Breitenwang zurückblicken. Im Rahmen einer Pressekonferenz ließen Obfrau Daniela Sulik und Robert Pacher zusammen mit Wolfgang Wallgram noch einmal das Programm 2016 Revue passieren.

„Mit rund 1200 Besuchern bei unseren Filmen und über 1000 Gäs-ten bei den durchgeführten Ausstellungen, Konzerten, Kabarett und Lesungen können wir eine durchaus erfreuliche Bilanz ziehen“, so Obfrau Sulik. Als positiv wurde auch die durchaus gemischte Altersstruktur der Besucher erwähnt. Auch die gute Zusammenarbeit mit anderen Kultureinrichtungen, wie dem Galerieverein bei der Ausstellung „Leo & Nikolaus Lechenbauer“ und der Breitenwanger Bücherei bei der Lesung „Breitenwang hat viele Seiten“ wurde ausdrücklich erwähnt.

Filmcircle. Auch das Jahr 2017 verspricht wieder ein kulturell interessantes Jahr zu werden. Beim Filmcircle endet die Saison 25 mit dem Film „Toni Erdmann“ am kommenden Freitag um 20 Uhr und die Reihe 26 steht in den „Startlöchern“: Filme wie „tschick“, „Maikäfer flieg“, „Marie Curie“ und „Wilde Maus“ (mit dem Kabarettisten Josef Hader) stehen auf dem Programm – die Termine werden in Kürze veröffentlicht. Natürlich dürfen auch die immer wieder hoch interessanten und brisanten Dokumentarfilmabende nicht fehlen. Mit „Cinema Futures“ und „Homo Sapiens“ stehen zwei außergewöhnliche und bildgewaltige Dokumentarfilme am 19. und 20. April, Beginn jeweils um 20 Uhr, auf der Leinwand im Veranstaltungszentrum Breitenwang auf dem Programm.
„Cinema Futures“ feierte bei der Viennale 2016 Premiere. Es geht um Gegenwart und Zukunft von Film und Kino in der Ära der digitalen Revolution. In Episoden und filmischen Aphorismen werden Zukunftsszenarien, kulturelle Ängste aber auch verheißungsvolle Utopien skizziert. Wie bleiben vergangene und gegenwärtige Bilder, in Super 8 oder als Dias, in Erinnerung? Wie sicher sind die Bestände in den großen Serversystemen, auf denen sie zur Zeit im großen Stil abgespeichert werden? In diesem Film geht es um die Liebe zum Kino – aber ohne Nostalgie…!  Der zweite Film „Homo Sapiens“ von Nikolaus Geyrhalter, der am 20. April gezeigt wird, ist ein Streifen über die Fragilität unserer Existenz, über die Endlichkeit menschlichen Seins, das Ende des industriellen Zeitalters und über das, was es ausmacht, Mensch zu sein. Die Frage steht im Raum „Was wird von uns bleiben“? Nikolaus Geyrhalter gehört zu den großen österreichischen Dokumentarfilmern. Titel wie „Unser tägliches Brot“ und „Unser Abendland“, bereits im Kulturforum gezeigt, sind noch gut im Gedächtnis. An seinem neuen Film hat Geyrhalter vier Jahre gearbeitet und in Europa, Japan, Argentinien und den USA gedreht. Er spielt mit der Idee der Aufzeichnung dessen, wie die Welt aussehen könnte, wenn der Mensch aus ihr verschwunden sein wird. Was hinterlassen wird an Zivilisationsresten wie Architektur, Mobiliar und Müll. Das Kulturprogramm beinhaltet wieder spannende Ausstellungen mit beeindruckenden Künstlerinnen und Künstlern sowie ein Kirchenkonzert der Sonderklasse mit Arno Raunig (Sopran) und Johanna Lucia Hengg (Klavier) in der Dekanatskirche Breitenwang (Dienstag, 2. Mai) um 19 Uhr. Und natürlich darf das „Weekend for Jazz“, diesmal am 24. und 25. November im VZ Breitenwang nicht fehlen. Interpreten sind unter anderem Gitarrist Diether Becke (Dietz) mit der Gruppe MakeUp, „Martin Spengler & die foischen Wiener“ sowie das junge Orchester „Sonarkraft“ (25.11). Weitere Informationen unter www. kulturforum-breitenwang.org und www.filmcircle.at

Von Uwe Claus

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