Budget und viele neue Projekte

Trotz Grippefälle auch im Gemeinderat St. Leonhard kamen die Räte und Vertreter vollständig zur Budgetabstimmung am Donnerstagabend zusammen. RS-Foto: Burger

Eine Gemeinderatssitzung mit vielen Zahlen und Terminen

Wie für die ersten Gemeinderatssitzungen am Anfang vom Jahr üblich drehen sich die meisten Tagespunkte der Versammlungen um Zahlen und Budgets, wie auch dieser Tage in der Gemeinde St. Leonhard im Pitztal. Bürgermeister Elmar Haid spricht positiv über die vielen Investitionen und laufenden Projekte, die nicht nur dringend notwendig und kostenintensiv sind, sondern auch Geld in die Gemeindekassen bringen.

Von Mel Burger

Die größten Themen der Gemeinderatssitzung in St. Leonhard waren das zur Abstimmung kommende Budget für 2018 und das Projekt Steinbockzentrum. Buchhalter Hansjörg Strobl präsentierte zu Beginn der Sitzung die Zahlen des vergangenen Haushaltes und das vorläufige Budget für das anstehende Jahr. Vom Bürgermeister dankend angenommen wurden die Aufzeichnungsprotokolle im Gemeinderat verteilt und Strobl erklärte die wichtigsten Punkte und Zahlen zu den Einnahmen und Ausgaben. Wie ihm der Bürgermeister und die Gemeinderatsmitglieder zustimmten, sind die Ausgaben durch die großen Vorhaben der Gemeinde zwar enorm, jedoch auf die Zukunft gesehen tragbar.

Kostenpunkte.

Durch die bereits verwirklichten Projekte wie Kraftwerk und Schulzentrum kommt es jetzt aktuell zwar zu großen Belastungen durch die großen Darlehensrückzahlungen von 11,6 Millionen und 5,2 Millionen, aber durch bereits fixierte Förderungen vom Land und Einnahmen aus dem eigenen Kraftwerk, werden diese kompensiert und werden sich zum Teil mit den kommenden Jahren sogar amortisieren. Man hofft durch die bisherige Beobachtungszeit des Kraftwerkes sogar auf Einnahmen. Ebenso positiv haben sich die Kontrollen und Verbesserungen während der Bauphasen beider Projekte bezahlt gemacht, so konnte man bei dem Volksschule-Kindergarten-Zentrum eine halbe Million Euro und beim Kraftwerk sogar fast zwei Millionen unter der angeschlagenen Berechnung bleiben.

Steinbockzentrum.

Nach den üblichen weiteren Geschäften einer Gemeinde rückte das immer aktueller werdende Projekt des Steinbockzentrums in den Vordergrund. Vorgesehen wäre, dass die ersten Wege und Gehege im Mai mit der Befestigung starten und der Bau des Gebäudes auf Juli/August geplant wäre, da in diesem Zeitraum die Baufirmen flexibler tätig werden können. Mit dem Bau möchte man bis Herbst fertig werden, damit man im Winter alle wichtigen Installationen vornehmen kann und einer Eröffnung im Juni 2019 nichts mehr im Weg steht. Ebenso wurde ein Ausstellungsarchitekten-Wettbewerb einstimmig beschlossen, der vom Land zu 50 Prozent gefördert wird und bis Ende April eingereicht werden sollte. Da man bei einer Ausstellung fachmännische Beratung benötigt, ist der Wettbewerb die beste Lösung, um genügend Vorschläge zu bekommen und verschiedene Planungen zu prüfen. Da die Gemeinde weitere Fachplaner im Bereich Heizung-Sanitär, Statik und Elektroinstallation benötigt, wurden verschiedene Ausschreibungen schon zum Teil ausgesendet. Bürgermeister Elmar Haid erklärte noch einmal allen Anwesenden, dass alle Ausgaben vom Land zur Hälfte gefördert werden und die andere Hälfte zu gleichen Teilen von der Gemeinde und dem TVB finanziert werden. Als aufheiternder Abschluss der Sitzung wurde über die Bewilligung zum Aufstellen eines Fleischautomaten im Dorf abgestimmt, der einstimmig angenommen wurde, mit Vorfreude auf die baldige Grillsaison.

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