Chronistenteam bestellt

Besonders erfreulich ist die Neuverpachtung und der bereits laufende Betrieb des Lehnberghauses. RS-Foto: Bundschuh

Gemeinderat Obsteig – einstimmig und bürgernah

Nach dem Tod des verdienten Ortschronisten Hubert Stecher hat Ehefrau Waltraud seine Aufgaben dankenswerterweise interimistisch weitergeführt. In seiner letzten Sitzung bestellte der Gemeinderat nun einstimmig in einer zukunftsweisenden Entscheidung das offene Obsteiger Chronistenteam rund um Sabine Ortner und Hannes Faimann auf fünf Jahre.

Von Peter Bundschuh

Teamarbeit in einer offenen Gruppe, eigene Räumlichkeiten und eine moderne, digitalisierte Chronik mit dem Schwerpunkt Zeitgeschichte der Gemeinde Obsteig sowie Vergangenheit als Teil der dörflichen Identität, so könnte man Vision und Umsetzung der künftigen chronistischen Arbeit in Obsteig knapp umschreiben. Dass auch die „Chemie“ zwischen Chronisten und Gemeinderat stimmt, das zeigt sich im Bemühen um geeignete Räumlichkeiten für die Gruppe. Ein „Notquartier“ konnte bereits im Rahmen der Gemeinderatssitzung gefunden werden. Die RUNDSCHAU bleibt dieser neugeschaffenen Einrichtung auf der „Spur“ und wird berichten.

Aus der Tagesordnung.

Der Ausbau des rennradtauglichen Radwegenetzes über die „alte Bobbahn“ nach Nassereith ist in Planung, die längste zu asphaltierende Strecke im Gemeindegebiet wird die Straße nach Arzkasten sein. Die Gesamtkosten werden die Obsteiger Kasse mit 15 Prozent treffen und das wird „zu stemmen sein“, so Vizebürgermeister Alexander Egger, der derzeit die Geschäfte des erkrankten Bürgermeisters Hermann Föger führt. Und weiter: Die Gemeindegebühren 2018 werden indexmäßig angepasst. Betreffs Vereinsförderung gibt es im Bezirk unterschiedliche Modelle, in Obsteig wird sich derzeit nichts an den Vergaberichtlinien ändern. Bezüglich Ankaufs des neuen Traktors einschließlich Salzstreugerät entschied sich das „Gemeindeparlament“ für ein Darlehensangebot der Tiroler Sparkasse. Autos von Obsteigern werden am Parkplatz Arzkasten weiterhin kostenlos parken. In Sachen Ankauf des Heizhauses, Turm, und Parkplatz von Wolfgang Grutsch durch die Gemeinde kam es zu einem Grundsatzbeschluss, Fragen rund um Zufahrtsvarianten müssen noch abgeklärt werden.

Erfreuliches von Lehnberghaus, Recyclinghof und Grünberglift.

Nach Kündigung des Vorpächters durch die Gemeinde Obsteig (die RUNDSCHAU hat ausführlich über den Konflikt berichtet) konnte die auch über die Bezirksgrenzen hinaus beliebte Bergwanderer-, Einkehr- und Rodelhütte unter den neuen Pächtern Melanie Santeler und Silvio Schütz den Betrieb aufnehmen. Allfällige, noch nicht zur Gänze erfüllte Auflagen der Bezirkshauptmannschaft werden befriedigend zu lösen sein, meinten die Gemeindemandatare. Sowohl Menschen mit Vormittagsprogramm als auch Langschläfer kommt es entgegen, dass der Recyclinghof nunmehr von November bis April auch an Freitagen von 14 Uhr bis 16 Uhr seinen Schranken geöffnet hält. An den Öffnungszeiten Mai bis Oktober ändert sich nichts. Dass die Finanzierung des Grünbergschleppliftes eine jährliche „Bauchwehpartie“ ist, kann man wohl nicht als Geheimnis bezeichnen. Für die Wintersaison 2017/2018 ist der Weiterbestand aber gesichert und die Anlage soll noch vor Weihnachten wieder ans Netz gehen.

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