Das Licht am Ende des Tunnels…

Die Bauarbeiten rund um die neue Pflasterung der Imster Innenstadt beginnen sich vom Sparkassenplatz bis zum Leinplatzl zu ziehen. RS-Foto: Novak

…bleibt vorerst, zumindest was den Imster City-Tunnel betrifft, in weiter Ferne

Jüngst machte der Imster City-Tunnel, eine Verkehrsspange zwischen Ober- und Unterstadt vom Württemberger-Haus bis zum Jonak-Parkplatz, wieder Schlagzeilen. Die RUNDSCHAU erkundigte sich über die „Chancen auf Umsetzung“ einer derartigen Verkehrsvariante. Eine Diskussion im Verkehrsausschuss werde es demnächst geben, so der Imster Verkehrsreferent.

Von Thomas Parth

„Für das Thema City-Tunnel und seine Geschichte, bin ich noch zu jung“, gesteht Stadtmarketing-Chefin Tatjana Stimmler, die eine Tunneldiskussion auch nicht wirklich in ihrem Aufgabenbereich sieht: „Trotzdem bin ich gerade dabei, mir dazu Informationen zu beschaffen und mich in das Thema einzulesen.“ Anders die Tunnelbefürworter. „Der Tunnel ist Voraussetzung für eine künftige Fußgängerzone“, glaubt Willi Grissemann: „Das Geld für die Pflasterung der Kramergasse, rund 5 Millionen Euro, sollte zuerst in die Tunnelbaukosten fließen. Eine Pflasterung kann man später immer noch nachholen. Die Gemeinde sollte sofort mit den Planungen für einen City-Tunnel beginnen!“

Umsetzung fraglich.

Finanzreferent und Vize-Bgm. Gebhard Mantl, gerade erst vom Urlaub retour, hat sich mit dem City-Tunnel-Thema noch nicht ernsthaft befasst: „Derzeit kann ich mir einen City-Tunnel kaum vorstellen. Allerdings braucht es eine Verbindung zwischen Ober- und Unterstadt bzw. zwischen den beiden entstehenden Zentren, mit dem Sparkassenplatz auf der einen Seite und dem Platz rund um die Johanneskirche auf der anderen Seite. Falls die Kramergasse dafür aufgrund einer Fußgängerzone einmal nicht mehr zur Verfügung stehen sollte, wäre ein Tunnel sicher eine mögliche Variante.“ Bürgermeister Stefan Weirather genießt derzeit etwas Osterurlaub und war nur knapp telefonisch zu erreichen: „Wenn alles so locker geht, warum haben die Proponenten den City-Tunnel nicht während der Zeit, als sie noch in Amt und Würden waren, umgesetzt?“

Falls fixe FuZo, dann Ja.

„Ich wollte es damals genau wissen und bin in die Landesbaudirektion gefahren“, kann sich StR Friedl Fillafer noch gut erinnern: „Für den City-Tunnel hätten wir sogar EU-Gelder beantragen können, wegen der Vorteile für den Zivilschutz, wenn der Tunnel vorn und hinten mit Toren zu verschließen gewesen wäre. Eine natürliche Lüftung wäre ohne Ventilatoren aufgrund seiner Neigung ebenfalls machbar gewesen.“ Heute, nicht zuletzt aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat, sei „der City-Tunnel nicht mehr als eine Diskussionsgrundlage“, scheint Fillafer zu bedauern: „Wenn allerdings eine fixe Fußgängerzone in der Kramergasse kommen sollte, braucht es eine Parallelstraße in die Oberstadt. Das kann die Umfahrung nicht erfüllen.“ Verkehrsreferent Heinrich Gstrein sieht zwar derzeit kaum Diskussionsbedarf, was einen City-Tunnel anbelangt, doch scheint er gewillt, die Idee demnächst im Verkehrsausschuss anzudiskutieren: „Persönlich begeistert bin ich zwar nicht. Was aber jetzt der nächste Schritt wäre, ist eine Machbarkeitsstudie auf dem neuesten Stand. Da müssten neben dem Bau besonders die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss durch einen Verkehrsplaner geklärt werden. Falls das shared-space-Konzept stirbt und einer Fußgängerzone weicht, dann ja. Doch momentan würde ich mich nicht drüber trauen, weil die Zeit noch nicht reif für den City-Tunnel ist.“