Debatten um neue Werkshalle

Östlich der „Thöni-Akademie“ soll die neue Produktionshalle errichtet werden. 150 neue Arbeitsplätze sind vorgesehen. RS-Foto: Schnöll

Grundsatzbeschluss für „Thöni“-Produktionshalle in Telfs gefasst

Beim Familienfest im September hat Geschäftsführer Helmut Thöni angekündigt, dass der Standort Telfs ausgebaut werde. Bedingung: Von der Marktgemeinde und dem Land Tirol muss es für die neue Produktionshalle rasch grünes Licht geben. Der Telfer Gemeinderat hat in der jüngsten Sitzung am vergangenen Donnerstag einen Grundsatzbeschluss gefasst. 

Der Grundsatzbeschluss für die „Thöni“-Werkserweiterung wurde mit vier Enthaltungen und einer Gegenstimme gefasst. Geplant ist östlich der „Thöni-Akademie“ eine neue, rund 230 Meter lange und etwa zwölf Meter hohe Produktionshalle. Auf 15.000 Quadratmetern sollen Hightech-Fahrzeugkomponenten produziert werden. 150 hochwertige Arbeitsplätze sollen so geschaffen werden.

Dem Grundsatzbeschluss gingen Diskussionen voraus. Vize-Bürgermeister Christoph Walch verlangte „bei einem Industriegebiet mitten im Ort mehr Spitzengefühl“ und er hätte sich erwartet, dass man zuerst die Experten in den Ausschüssen zu Rate zieht, bevor ein Grundsatzbeschluss gefasst wird. Bürgermeister Christian Härting betonte, dass es hier um eine politische Willensbekundung gehe. Für einen Teil (20 Prozent) der neuen Produktionshalle braucht es eine Umwidmung, für den anderen Teil besteht bereits eine Widmung als Gewerbegebiet. Zu- und Abfahrten sollen außerdem nur über die bestehenden Zufahrten erfolgen  und der Werksverkehr soll auschließlich über das Firmengelände abgewickelt werden.

Einen Antrag gab es bei der jüngsten Gemeinderatssitzung von der Liste „PZT/SPÖ“. Darin heißt es, dass der Gemeinderat den zuständigen Ausschuss beauftragen möge, in Telfs ein Projekt für so genannte „5-Euro-Wohnungen“ zu entwickeln. Entsprechende Liegenschaften und Bauträger sollen gefunden und die Errichtungskosten abgeklärt werden.