Die Zukunft beginnt heute

Mit der Mini-Stadt Imst wurde die diesjährige Sommerfußgängerzone eingeläutet. Bis zum 27. August erwartet die BesucherInnen ab sofort wieder jedes Wochenende ein vielfältiges Programm. RS-Fotos: Saurwein

Erste Imster Mini-Stadt bot Einblicke in 32 Berufe

Vom 30. Juni bis 1. Juli nahmen 220 Kinder und Jugendliche aus dem Bezirk Imst eine Chance der besonderen Art wahr. Im Rahmen der ersten Mini-Stadt-Imst konnten sie Wirtschaftskreisläufe kennenlernen, sich ausprobieren und dazulernen. Einblicke in 32 verschiedene Berufe machten dies möglich. Zeitgleich wurde mit der Veranstaltung die diesjährige Sommerfußgängerzone eingeläutet.

Von Katharina Saurwein

Arbeitswelt, Wirtschaft, Lohn – Themen, die die Jugend mit zunehmendem Alter beschäftigen. Welche Vielfalt an beruflichen Möglichkeiten sich auftut, wenn es darum geht, sich für einen Job zu entscheiden, wurde den 9- bis 14-Jährigen am vergangenen Wochenende nähergebracht. Durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Innenstadtbetrieben, der Stadtgemeinde Imst, dem Projekt Miteinand in Imst und rund 40 ehrenamtlichen HelferInnen ermöglichte es Organisator Gottfried Mair den TeilnehmerInnen, ihren potentiellen Traumjob zu entdecken! An beiden Tagen galt: Learning by doing. Nachdem sich die Kinder und Jugendlichen beim AMS um einen Job bemüht hatten und für diesen eingeteilt wurden, ging es frisch ans Werk. Voll Motivation ließ sich der Nachwuchs auf die gestellten Aufgaben ein. Pro Tag konnten Einblicke in bis zu vier Jobs gesammelt werden. Zur Auswahl standen u. a. Arbeitsstellen als VerkäuferIn, TischlerIn, SchlosserIn, KellnerIn, KonditorIn, BäckerIn, KosmetikerIn und FußpflegerIn, DekorateurIn und FloristIn. Für jeweils eineinhalb Stunden geleistete Arbeit gab es im Anschluss einen Lohnzettel, welchen man letztlich beim Stand der Sparkasse Imst gegen die Währung Gurgl-Taler einlösen konnte. Mit dem Verdienst konnte man im Anschluss die produzierten Produkte im Shop erwerben.

Symbiose.

Neue Erfahrungen ergaben sich dadurch aber nicht nur für die Jugendlichen, sondern auch für die UnternehmerInnen. „Die jungen Leute waren sehr nett, interessiert und mit Eifer dabei. Da soll noch einer sagen, dass die heutige Jugend frech ist“, so Gerd Jonak von der Bäckerei Plattner, welcher insgesamt 700 Brezen mit dem Nachwuchs backte. Zufrieden mit dem Verlauf war auch Organisator Gottfried Mair: „Es hat alles gepasst, auch das Wetter. Alle Teilnehmer, sowohl die Unternehmer als auch die Ehrenamtlichen und Kinder, waren sehr zufrieden. Die Unternehmer waren durchwegs überrascht davon, mit welchem Ehrgeiz die Kinder bei der Sache waren. Dahinter steckt viel Potential. Durch die Mini-Stadt Imst haben wir die Chance, an der Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen mitzuarbeiten. Es ist eine wichtige Phase im Leben der Kinder, dass sie sich ausprobieren und weiterentwickeln können.“ Dokumentiert wurde die zweitägige Veranstaltung auch von den Kindern und Jugendlichen: Während sie sich bei Manuel Westreicher vor und hinter der Filmkamera bewiesen, schulte Clemens Perktold JungredakteurInnen und erstellte mit ihnen täglich eine Zeitung.

Gerd Jonak, Geraldine Kahr und Hannes Thurner (v.r.) fertigten mit dem stolzen BäckerInnen-Nachwuchs im Rahmen der Mini-Stadt Imst insgesamt 700 Laugenbrezen. Diese wurden von der Bäckerei Plattner zur Verfügung gestellt.
StR. Brigitte Flür, Organisator Gottfried Mair und die ehrenamtliche Helferin Birgit Walch (v. r.) bestaunten die Kunstwerke, die die Jugendlichen in der Konditorei Regensburger mit kreativem Geschick gefertigt haben.
Im Shop bei „Miteinand in Imst“-Projektleiterin Johanna Heumader-Schweigl konnten die Jugendlichen mit ihren verdienten Gurgl-Talern die gefertigten Produkte erwerben.
Im Imster Jugendzentrum JZI konnten sich die Jugendlichen bei Isabella Ochsenreiter (r.) im Siebdruck ausprobieren.
Manuel Westreicher schulte die Kinder und Jugendlichen im Umgang mit der Kamera. Somit wurde die erste Mini-Stadt-Imst auch filmisch dokumentiert.

Über Oberländer Rundschau

Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.