Digitale Autobahn ins Tannheimer Tal

Die Verbindung wurde getestet. Einwandfrei! RS-Fotos: Weber

180 Megabit jagen nun durch die Kabel im Tannheimer Tal – vor dem Lückenschluss waren es 2 Megabit

Landeshauptmann Günther Platter hob bei der Pressekonfer-
enz am vergangenen Mittwoch die Attraktivität des Außerferns und dessen Täler hervor. Der Breitbandausbau wurde seitens des Landes mit zehn Prozent der Gesamtförderung für Tirol unterstützt.

„Der offensive Weg ins digitale Netz konnte nur durch die Zusammenarbeit aller Bürgermeister verwirklicht werden“, lobte Platter. Der Ausbau modernster Technologie solle für die Zukunft schnell vorangetrieben werden, um den ländlichen Lebensraum für Wirtschaft und Tourismus weiter attraktiv zu halten. Aus diesem Grund wurde mit der Verlegung des Glasfasernetzes schon vor Ausschüttung der Bundesförderung begonnen.  Die topographische Lage im Außerfern begünstigt den Ausbau nicht. Fünf Jahre dauerte der Lückenschluss. Treibende Kraft war Bgm. Markus Eberle. Das Tannheimer Tal gilt nun als Musterbeispiel. Durch den Ausbau von Weißenbach bis Schattwald wird der ländliche Raum für Wirtschaftsbetriebe attraktiver. Auch für jede Privatperson ist die „Digitalautobahn“ von Nutzen. Wer am Glasfasernetz angeschlossen ist, kann künftig schneller, störungsfrei und kostengünstig ins digitale Netz. Bürgermeisterin Karina Konrad aus Jungholz war ebenfalls mit im Planungsverband. „Die Verbindung nach Jungholz wird, realistisch gesehen, noch mindestens zwei Jahre dauern“,  so Konrad. Durch die Synergien aller Talgemeinden konnte der Abwasserverband als Dachverband auftreten und ist auch Besitzer der 32 km größtenteils auf Gemeindegrund verlegten Glasfaserkabel. Bgm. Martin Schädle von Grän dankte allen Grundbesitzern, die eine Verlegung der Kabel auf ihrem Privatgrund ermöglichten.

Von Michaela Weber

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