Ein Aushängeschild der Stadt

Kulturstadtrat Christoph Stillebacher mit den Geehrten Stefan Reheis, Peter Lantschner und Georg Fink sowie Hermann Eiter als Vertreter des Tiroler Sängerbundes (v.l.). RS-Fotos: Krismer

Alljährliche Sängerversammlung des Imster Liederkranzes

Immer wenn die alljährliche ordentliche Sängerversammlung des Imster Liederkranzes angesagt ist, weiß mittlerweile jeder Kirchengänger, dass es an diesem Tag bei der Sonntagsmesse in der Pfarrkirche großartigen Chorgesang zu hören gibt. Den nämlich präsentieren die Liederkranzler immer, bevor sie sich anschließend wie üblich in den benachbarten Gasthof Hirschen begeben, um dort bei der Sängerversammlung die Tagesordnungspunkte hinter sich zu bringen und um sich dann den kulinarischen Verführungen hinzugeben.

Von Ewald Krismer

„Ein freies Lied aus voller Brust, das wecket Leben, Lieb und Lust“ –so wie jedes Jahr, so der Beginn der Sängerversammlung mit der Hymne des Imster Liederkranzes. Darauf folgend die Begrüßung der Ehrengäste durch Obmann Walter Zangerle, welcher anschließend das Wort seinem Stellvertreter Stefan Reheis übergab, der auf lustige Art das vergangene Jahr Revue passieren ließ. Es würde den Rahmen sprengen, um alles hier niederzuschreiben. Was es da mitunter von gesellschaftlichen Höhepunkten zu hören gab, soll hier aber unerwähnt bleiben; schon allein deswegen, um nicht jene vor Neid erblassen zu lassen, denen kein Gesang gegeben ist und denen deswegen der Beitritt zum Liederkranz verwehrt bleibt.

Auszeichnung.

Weitere Tagesordnungspunkte waren die Aufnahme eines neuen Sängers und Ehrungen langjähriger Mitglieder. Als Sänger schon letztes Jahr dazugekommen, aber letzten Sonntag nach Abstimmung offiziell aufgenommen wurde Thomas Lorenz. Stefan Reheis und Georg Fink wurden für 30-jährige Mitgliedschaft beim Tiroler Sängerbund mit dem goldenen Ehrenzeichen ausgezeichnet. Stefan Reheis bekam zudem die Ehrentafel für seine 30-jährige Mitgliedschaft beim Imster Liederkranz überreicht. Peter Lantschner wurde für seine 50-jährige Mitgliedschaft beim Tiroler Sängerbund mit dem großen goldenen Ehrenzeichen mit Kranz geehrt.

Votum.

Bei der jährlich stattfindenden Neuwahl gab es keinerlei Veränderung, alles blieb, wie es war: Obmann blieb Walter Zangerle, sein Stellvertreter Stefan Reheis, Kassier Artur Haid, Schriftführer Christoph Krabacher, Beisitzer Ferdinand Sager, Chorleiter-Stellvertreter Jakob Schneider und Archivar Rudi Zangerle und natürlich Claudia Hamerle wieder als Chorleiterin.Von den Ehrengästen gab es nur Lob für den „ålt’n Manderhaufen“, wie es Obmann Walter Zangerle einmal formulierte. Stadtpfarrer Cons. Alois Oberhuber natürlich wie erwartet mit einer humoristischen Einlage. Er war mit dem Vers von Karl Adamek „Singen gehört zur Natur des Menschen wie der Wind zu Wolken und Meer“ – der auf der Speisekarte zu lesen war – nicht ganz einverstanden, gibt es doch Menschen, die dieser Weisheit nicht entsprechen, betonte aber schleunigst, dass der Vers voll und ganz auf die Sänger des Liederkranzes zutreffend ist. Auch Kulturstadtrat Christoph Stillebacher schwärmte in den höchsten Tönen und nannte den Chor „Aushängeschild der Stadt Imst“. Noch weiter ging Landesobmann-Stellvertreter und Bezirksobmann des Tiroler Sängerbundes Hermann Eiter, der sogar von einem tirolweiten Vorzeigechor sprach.

In den höchsten Tönen.

Seine Überzeugung von der Wichtigkeit des Liederkranzes für den Tourismus brachte „Banderwirt“ Hannes Staggl zum Ausdruck und nannte als Beispiel die Schwärmereien seiner Gäste, die von den Adventabenden in der Pfarrkirche zurückkamen und nur Lobeshymnen für die Sangesdarbietungen der Liederkranzler übrig hatten. Zudem zeigte er sich stolz, zusammen mit seiner Frau Edith stets Gastgeber des Liederkranzes sein zu dürfen. Nicht nur die Sänger haben nach einem Jahr ihre Chorleiterin Claudia in ihr Herz geschlossen, umgekehrt ist es ebenso. Am meisten schätze sie die Zuverlässigkeit, die Pünktlichkeit und die Konzentration aller Mitglieder, was erheblich die Arbeit rund um das Musizieren angenehm macht.

Was den Erfolg des Imster Liederkranzes ausmacht, ist zweifellos das gesamte Miteinander, das ohne Ausnahme von allen Mitgliedern gelebt wird. Das war auch bei der diesjährigen Versammlung wieder deutlich spürbar.

Neu in den Liederkranz aufgenommen wurde Thomas Lorenz (M.). Obmann Walter Zangerle (l.) und Chorleiterin Claudia Hamerle freuten sich über den Neuzugang. RS-Foto: Krismer

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