Ein künstlerischer Volltreffer

Seifenblasen in vielen schillernden Variationen präsentierte „Bellowski“. RS-Foto: Claus

„Ludwigs` Traumwelten“ feierten Premiere im Festspielhaus

Mit der 1. Königlichen Gala hat das erst seit einigen Wochen wieder eröffnete „Ludwigs Festspielhaus“ in Füssen einen künstlerischen Volltreffer gelandet. KünstlerInnen von internationalem Format gaben am Wochenende beim Varietéfestival „Ludwigs` Traumwelten“ am Forggenseeufer eine beeindruckende Visitenkarte ab.

Mit Stefan Alexander Rautenberg führte ein niveauvoller und außerordentlich gewandter Sprech- und Zauberkünstler durch ein Programm, bei dem sich Höhepunkt an Höhepunkt reihte. Schon zu Beginn verzauberte der moderne Geiger „Giakomo“ das Publikum auf seiner elektrischen Geige – mit der er verschiedene Acts virtuos begleitete – mit seinem Soloauftritt. Er begleitete auch „Kristalleon“, der als Harlekin im Spiegelkos-tüm seine zauberhafte „Magie der Klänge“ auf der Glasharfe auf die Gäste wirken ließ. Verblüffte Ernest Palchikov mit seiner Handstand-akrobatik, war die sinnliche und ästhetische Akrobatik des Duos „La Vision“ ein Kraftakt von hoher Präzision mit Situationen, die dem Publikum den Atem stocken ließen. Ganz anders der „Master auf Desaster“ der Comedy, Christoph Engels, der mit schräger Komik, viel Action pantomimisch und artistisch einige „Knaller“ auf Lager hatte – unter anderem eine Jonglage-Kombination mit Kettensäge, Grapefruit und Gurke! Die Stimmung mystischer und zugleich magischer Art bei „Ludwigs` Traumwelten“ verdeutlichten die Auftritte von Liz Williams und ihrer Luft-akrobatik am Tuch in schwindelnder Höhe sowie Oksana aus der Ukraine mit ihrer anmutigen Artistik über den Köpfen der Zuschauer.
Seifenblasen-Performancekünstler Bellowski führte in die magische Welt der Seifenblasen und verzauberte mit schillernder Schönheit und Farbenpracht durch eine faszinierende bunte Scheinwelt – bei ihm entstanden aus Seife und Wasser – wie aus dem Nichts –  verblüffende Skulpturen und Gebilde. Beeindruckend auch TJ-Wheels, der als Jongleur auf Rollschuhen und einer eigens für ihn konstruierten Spezial-Mini-Halfpipe waghalsige Manöver frech und charmant präsentierte. Ohne Zweifel einer der Höhepunkte war zum Finale, begleitet von mystischer Musik, die „Sanddorn-Balance“ der Schweizerin Marula Rigolo. Im Zeitlupentempo entsteht aus einer Feder und 13 Palmblatt-Rispen ein fragiles Riesenmobile – und im Saal hätte man bei dieser Darbietung eine Stecknadel fallen hören, so ergriffen folgte das Publikum dieser Nummer. Mit frenetischem Applaus und Standing Ovations wurden die Künstlerinnen und Künstler am Schluss für ihre grandiosen Leistungen mit verdientem Applaus überhäuft.
Man darf schon heute auf das kommende Wochenende gespannt sein, wenn Freitag, Samstag und Sonntag, Beginn jeweils 19.30 Uhr, mit dem Varieté „Alpen Gaudi“ eine weitere Inszenierung von Dirk Denzer auf die Bühne von Ludwigs Festspielhaus kommt. Virtuos, erstaunlich und aberwitzig wird sich dieses Showspektakel dem Publikum präsentieren. Eine bayerische Comedy „Drumming-Show“, dazu „Airtrack Artistik“ und „Tramphouse Trampolin Show“ sowie Musik Comedy auf „Alpinem Sperrmüll“ werden hier im Mittelpunkt stehen. Ein Event, das sich niemand entgehen lassen sollte!

Von Uwe Claus

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