Ein Super Puma im Obergricht

Der knallrote Super Puma AS 332 von Heli Tirol transportierte die Schwerlasten und war bei den (kleinen) Besuchern ein beliebtes Fotomotiv. RS-Foto: Unterpirker

Zahlreiche Schaulustige bei Mega-Katastrophenübung

 

Bei der größten Katastrophenschutzübung, die bisher im Bezirk Landeck durchgeführt wurde, arbeiteten die Einsatzkräfte eine Vielzahl an Einsatzszenarien ab. Einer der Hotspots war Ried, wobei sich viele Besucher den spannenden und hochkomplexen Ablauf nicht entgehen ließen.

 

Von Albert Unterpirker

 

Über 500 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz, Bundesheer und Polizei, unterstützt durch Luftfahrzeuge wie Hubschrauber und Flugzeuge, konnten aus nächster Nähe beobachtet werden. Die Versorgung der Einsatzkräfte übernahm das Rote Kreuz, das in Ried eine Feldküche aufgebaut hatte. Zudem standen 300 Portionen Kaltverpflegung zur Verfügung. Allein am Vormittag der „Bachstelze 2017“-Übung „waren rund 200 Mann im Einsatz“, erklärte Bezirksfeuerwehrkommandant Hermann Wolf. U. a. war ein KAT-Zug mit 55 Mann mitten im Geschehen, der etwa bei einem Waldbrand und einem Paragleiter-Absturz mitgeholfen habe. Weiters waren 33 Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr aus verschiedenen Gemeinden im Einsatz, wie auch das Rote Kreuz Landeck mit sechs Fahrzeugen und rund 45 Mann. Das Bundesheer war mit 25 Mann in den Ablauf eingebunden. Insgesamt 14 intensive Übungen und Einsätze standen an diesem Tag auf dem Programm, wie Unfälle, Murenabgänge oder ein Flugzeugabsturz. 30 (verletzte) Personen waren innerhalb der Übung (simuliert) betroffen. Ein Hauptszenario stellte Fendels dar, „das von der Umwelt abgeschnitten war, und von der Luft aus versorgt werden musste“, so Einsatzleiter Hubert Senn. Wie wichtig eine solche Übung ist, wollte auch Landtagsvizepräsident Toni Mattle festhalten: „Ein solches Szenario ist in unserem Bezirk denkbar, und es freut mich besonders, dass in jedem Dorf ein so großes Potenzial an Menschen da ist, das sich engagiert. Beeindruckend war auch die tolle Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Einsatzorganisationen. Und zu den extrem motivierten Mannschaften kann ich nur gratulieren!“ BH Markus Maaß sagte: „Für uns war die Kommunikation zwischen den Gemeinden sehr wichtig! Das war eine sehr gelungene Übung, und auch wir haben einiges dazugelernt!“ Landecks Bürgermeister Wolfgang Jörg: „Bei allen Organisationen wird gewaltig gearbeitet, man sieht, wie innovativ und technisch versiert ihr seid – dazu kann man nur gratulieren!“ Landesfeuerwehrinspektor Alfons Gruber: „Die Einsatzkräfte waren mit großer Begeisterung dabei!“ Und Bezirksfeuerwehrinspektor Thomas Greuter schloss: „Das hat hervorragend funktioniert!“ Nachsatz: „Bei einigen Dingen muss man noch nachjustieren – aber aus dieser Übung lernt man ja auch!“

Hermann Wolf: „Intensive Übungen und Einsätze!“ RS-Foto: Unterpirker
Hubert Senn: „Fendels von der Luft aus versorgt!“ RS-Foto: Unterpirker
Wichtiges Koordinationstool: das Lageführungsprogramm „Contwise LISA“RS-Foto: Unterpirker
Dieses Team koordinierte mustergültig die Hubschraubereinsätze in Ried. RS-Foto: Unterpirker

Über Oberländer Rundschau

Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.