„Eine Gemeinschaft der Toleranz und Inklusion schaffen“

Beim Empfang in der Bezirkshauptstadt plauderte Bgm. Wolfgang Jörg mit den Landecker TeilnehmerInnen Sigrid Plörer, Alois Kleinheinz und Werner Stadelwieser. Ebenfalls im Bild: Erwin Jennewein, Trainer der Tiroler Ski-alpin-Delegation (r.), Josef Reheis, Ski-nordisch-Trainer von Alois Kleinheinz, sowie Bezirkspolizeikommandant Werner Hauser (2. v. l.). RS-Foto: Haueis

Olympische Flamme im Bezirk Landeck empfangen

 

Die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, die Special Olympics, findet von 14. bis 25. März unter dem Motto „Heartbeat for the World“ statt. Die olympische Flamme, die Anfang März in Athen entzündet wurde, wurde vergangenen Freitag in St. Anton und Landeck empfangen.

 

Von Elisabeth Zangerl und Daniel Haueis

 

Entzündet wird die Fackel traditionell in Athen. Zehn Tage vor Eröffnung der Weltwinterspiele, an denen rund 2700 Athleten aus 107 Nationen teilnehmen, startete der Lauf durch Österreich. Der Fackellauf, genannt: Law Enforcement Torch Run, ist die bedeutendste Spendenaktion von Special Olympics und ein wesentlicher Beitrag zur Bewusstseinsbildung. Der sogenannte „Final Leg“, bei dem das olympische Feuer von (inter-)nationalen Polizisten, Special-Olympics-Teilnehmern und Polizeischülern durch alle österreichischen Bundesländer getragen wird, machte am 10. März in St. Anton und Landeck Halt.

 

„AUCH WEITERHIN UNTERSTÜTZEN“. In St. Anton wurden sie u.a. von Bgm. Helmut Mall empfangen, die musikalische Umrahmung besorgten die Volksschüler von St. Anton und ihre Pädagogen. „Dies ist eine große Auszeichnung für uns. Wir werden auch weiterhin Unterstützer für die Special Olympics bleiben“, verspricht Bgm. Mall. Ein sehr wichtiger Partner von Special Olympics ist die Exekutive: Der Law Enforcement Torch Run wurde 1981 von Polizisten ins Leben gerufen, mittlerweile gehören mehr als 100000 dieser Bewegung an. Durch die gemeinnützige Aktion der Polizei werden weltweit mehr als 50 Millionen Dollar für Special Olympics gesammelt. So mischte sich auch Bruno Falch, Kommandant der Polizeiinspektion St. Anton, unter das Empfangskomitee: „Dies ist die Flamme der Hoffnung – neben den Teilnehmern möchte ich auch herzlich die Kollegen begrüßen, die diese Flamme durch Österreich tragen … Es wurde eine Gemeinschaft der Toleranz und Inklusion geschaffen – die Veranstaltung ist wichtig, um das Bewusstsein zu stärken“, so Falch.

 

TEILNEHMER AUS DEM BEZIRK. Austragungsorte von Special Olympics sind neben der steirischen Landeshauptstadt (Floor Hockey, Floorball, Stocksport, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf) Schladming-Rohrmoos (Ski Alpin und Snowboard) und Ramsau am Dachstein (Ski Langlauf und Schneeschuhlauf). Unter den insgesamt rund 2700 Athleten befinden sich drei Teilnehmer aus dem Bezirk: Sigrid Plörer aus Landeck geht in der Disziplin Ski Alpin an den Start: „Mein Ziel bei den Special Olympics ist ein vierter oder fünfter Platz.“ In der Sparte Ski Nordisch geht Alois Kleinheinz an den Start. Der Kappler hat eine Medaille als Ziel. Dritter im Bunde ist Werner Stadelwieser aus Pfunds – er freut sich besonders auf die gesellschaftliche Vernetzung. Zudem nehmen Franziska Berghofer und Mesut Balci an einem außertourlichen Bewerb teil: MATP (Motor Avtivity Training Program, eine Art Zehnkampf mit Kegeln, Laufen, Zielwerfen etc.).

Ein Highlight erwartet die Teilnehmer bei der Eröffnungsfeier am 18. März im Planai-Stadion in -Schladming. Dabei übergeben die Polizisten die Fackel einem Athleten, der das olympische Feuer, die „Flame of Hope“, in der Feuerschale entzünden wird.

Der Einlauf der Athleten mit dem olympischen Feuer RS-Foto: Zangerl
Bruno Falch (Polizeiinspektion St. Anton) und Bgm. Helmut Mall heißen die Teilnehmer in St. Anton willkommen. RS-Foto: Zangerl
Nach dieser Gemeinschaftsaufnahme ging’s weiter zum nächsten Stopp nach Landeck. RS-Foto: Zangerl

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Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.