Einen guten Fang gemacht

Nach mehrjährigen Vorbereitungen wird die große Fischzuchtanlage in Winklen nun von der Familie Mrak bewirtschaftet: Agnes und Raimund mit ihren Kindern Marie, Paul und Linda (v.l.). RS-Foto: Praxmarer

Hochwertige Quellfische aus dem Hause Mrak in Längenfeld

Seit letztem Frühjahr wird in der Gemeinde Längenfeld eine neue, eindrucksvolle Fischzuchtanlage betrieben. Über ein Jahr lang wurden Wasserproben durchgeführt und Becken wie Kanäle angelegt, ehe alles genutzt werden konnte. Doch Arbeit und Geduld haben sich zweifellos gelohnt, wenn man nun die Fischteiche der Familie Mrak aus Winklen betrachtet.

Von Anna Praxmarer

Aus insgesamt sieben Naturteichen und zwei langen Kanälen zur Aufzucht der Jungfische besteht zurzeit die Fischzuchtanlage im Weiler Winklen, die von Agnes und Raimund Mrak betrieben wird. Mehrere Tonnen von Seesaiblingen, Regenbogen-, See-, und Lachsforellen bevölkern die großzügigen Becken. Die Rede ist dabei von heimischen Arten, die sich hervorragend als Speisefisch eignen und mit den klimatischen Verhältnissen bestens zurechtkommen. Vor allem Saiblinge gelten als hervorragende Speisefische. Diese Gattung ist auf der ganzen Nordhalbkugel der Erde zu finden und bevorzugt kaltes Süßwasser.

Regionalität.

„Es ist immer wichtig, zu wissen, woher ein Fisch kommt“, hebt Raimunds Frau Agnes hervor. Die Jungfische, sogenannte Setzlinge, stammen aus der Region und auch das gentechnikfreie Futter aus Österreich steht für Regionalität in jeder Hinsicht. Auf Behandlungen mit Antibiotika musste noch nie zurückgegriffen werden. „Zur Reinigung von Kiemen und Schleimhaut pflegen wir unsere Fische mit Salzwasser. Das ist aber die einzige Behandlung“, erklärt Raimund. Der schonend produzierte Speisefisch wird sowohl roh als auch filetiert oder geräuchert offeriert.

Qualität.

Aus den Fischteichen von Raimund Mrak werden im wahrsten Sinne des Wortes gute Fänge gemacht. An Kunden wie verschiedene Gastronomiebetriebe und Bauernläden der Umgebung wird der frische Fisch nach der Verarbeitung im hauseigenen Schlachtraum in kürzester Zeit geliefert. „Dabei ist die Kühlkette nie unterbrochen“, wird informiert. Das garantiere höhste Qualität und besten Geschmack. „Die gesamte Anlage und der Schlachtraum entsprechen den EU-Normen und werden regelmäßig vom Amtstierarzt kontrolliert.“ Ausschlaggebend für die Qualität dieser Ötztaler Fische sei jedoch neben diesen Faktoren hauptsächlich das Wasser, welches aus den zahlreichen umliegenden Gebirgsquellen entspringt. Dadurch weisen die Teiche im Durchschnitt eine maximale Wärme von lediglich acht Grad auf: ideal für heimische Fischarten, welche sich in kalten Gewässern am wohlsten fühlen. Kontinuierlich versorgt wird die gesamte Anlage mit einer Menge von 40 Sekundenlitern frischen Alpquellwassers.

Fische.

Bis die sieben bis zehn Zentimeter großen Setzlinge auf den Teller kommen, bedarf es zuvor einer kompetenten Aufzucht. Gut Ding braucht Weile: Drei bis vier Jahre dauert es, bis ein Saibling eine Länge von 30 Zentimetern und ein Gewicht von 300 bis 400 Gramm aufweisen kann. Eine Forelle benötigt im Vergleich dazu nur zwei Jahre, bis sie das gewünschte Gewicht auf die Waage bringt. Gefischt werden sie aus einem Naturteich, worin sie neben dem Fischfutter auch natürliche Nahrung wie Insekten oder Krebse finden. Jahrelange Erfahrung und zahlreiche Schulungen, teilweise im Ausland, machen Raimund Mrak auch zum Ansprechpartner für Privatpersonen.

Die Öffnungszeiten der Teichanlage sowie weitere Infos finden sich unter www.oetztaler-quellfische.at.

Aufgezogen werden die jungen Fische in zwei langen Kanälen, welche in ein Absetzbecken führen. Nach einem gewissen Alter ziehen sie in einen der sieben Naturteiche um. RS-Foto: Praxmarer

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