Einzigartige Erfahrung

Bei den Wettkämpfen konnte Ina (2.v.r.) unter Beweis stellen, dass sie mit der europäischen Spitze mithalten kann. Foto: Witting

Ina Kannenberg läuft in der europäischen Spitze

Ina Kannenberg vom SV Reutte LA Raiffeisen war eine von zwölf Leichtathleten, die die österreichischen Farben bei der EYOF in Györ/Ungarn vertraten. In zehn verschiedenen Sportarten waren ca. 2.500 Sportler aus 15 Nationen am Start.

Bereits am ersten Tag musste Ina Kannenberg über die 100 m in die Startklötze. Das Erreichen des Semifinales war das minimale Ziel, das sich Ina und ihre Trainerin Karin Witting gesteckt hatten. Sie qualifizierte sich als VL Zweite souverän für das Semifinale am späten Nachmittag. Und wenn man schon so weit gekommen ist, dann will man natürlich auch ins Finale. Im Semifinale lief Ina ein starkes Rennen und belegte in ihrem Lauf den vierten Rang. Nun begann das Zittern, ob die Zeit für das Finale reicht oder nicht – und sie hat gereicht. Mit 0,01 Sekunde Vorsprung zur belgischen Athletin schaffte Ina als Achtschnellste den Einzug ins Finale am nächsten Tag.
Ihre Konkurrentinnen im Finale hatten alle eine persönliche Bestleistung unter 12,00 Sek. Ina hatte einen sehr guten Start, konnte lange mit der Spitze mithalten und lief in großartigen 11,93 als Siebte durchs Ziel. Diese Zeit wäre neuer TR gewesen, wurde aber wegen zu starken Rückenwinds nicht angerechnet.
Zeit zum Feiern blieb leider keine, da am nächsten Tag bereits der nächste Wettkampf über die 200 m anstand. Hier war das Erreichen des Semifinales auf Grund der gemeldeten Zeiten schwieriger als über die 100 m. Vor dem Start musste die Veranstaltung wegen eines starken Gewitters für eine Stunde unterbrochen werden. Im Semifinale lief Ina schließlich vom Start weg ein besseres Rennen als im VL und wurde mit ihrer zweitschnellsten Zeit in dieser Saison Fünfte. Nun begann wieder das Warten. Leider reichte es diesmal nicht und Ina wurde Neunte in der Endwertung. Es fehlten 0,09 Sek für den Einzug ins Finale. Somit hatte sie am Mittwoch einen Ruhetag und konnte sich ein wenig die Stadt und andere Wettkämpfe ansehen. Am Donnerstag war sie mit der 4 x 100 m Nationalstaffel am Start, sie schafften den Einzug in das Finale aber nicht, da sie wegen eines Übergabefehlers disqualifiziert wurden.
Für Ina war dies die erste große internationale Veranstaltung und hoffentlich nicht die letzte. Im nächsten Jahr ist die U18 EM wieder in Györ, woran Ina gerne wieder teilnehmen möchte. Von dieser Veranstaltung konnte die junge Athletin viele Eindrücke und Erfahrungen, wie das Entzünden des olympischen Feuers, den Kontakt zu vielen Sportlern aus anderen Nationen und natürlich die Bestätigung, dass sie mit der europäischen Spitze mithalten kann, mitnehmen.