Entscheidung im Herbst

Bgm. Harald Bonelli aus Pians (l.) und Bgm. Martin Auer aus Tobadill RS-Fotos: Tiefenbacher, Archiv

Tobadill-Pians: Trinkwasserkraftwerksprojekt am Flathbach wurde bei Behörde eingereicht

 

Nachdem es um das gemeinsame Trinkwasserkraftwerksprojekt der Gemeinden Pians und Tobadill am Flathbach in letzter Zeit still war, kommt nun offenbar wieder Bewegung in die Sache.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

Bereits im Jahr 2010 wurde die Errichtung eines gemeinsamen Trinkwasserkraftwerks am Flathbach angedacht. Differenzen verhinderten längere Zeit eine Realisierung. Der Einreichung bei der Naturschutzbehörde der BH Landeck sind die Vorgänger der jetzigen Akteure (die Bürgermeister Franz Kathrein und Peter Rauchegger) sehr nahe gekommen. „Uns haben die zuständigen Abteilungsleiter Manuel Wolf und Eva Loidhold bei der Vorbereitung der Einreichung sehr unterstützt“, erinnert sich Alt-Bgm. Rauchegger. Geschafft hat man diesen Schritt aber nicht mehr vor den Gemeinderatswahlen im März 2016.

 

PROJEKT EINGEREICHT. Jetzt scheint das Projekt aber wieder an Fahrt aufzunehmen: Laut dem jetzt amtierenden Bürgermeister von Tobadill Martin Auer wurden dieser Tage die Projektunterlagen bei der Behörde eingereicht. Er rechnet mit einem Bescheid im Herbst 2017. Ist dieser positiv, wird im Herbst oder Winter die Entscheidung über die Projektvariante getroffen. Diese hängt von zwei Faktoren ab: Können die Geldmittel zur Finanzierung des Trinkwasserkraftwerksprojektes aufgebracht werden, was aus Sicht von Bgm. Auer „super wäre“, und zeigt die Rentabilitätsrechnung, dass sich das Kraftwerk rechnet, wird die Anlage ausgeführt. Ansonsten wird nur die ohnehin anstehende Sanierung der Trinkwasserleitung vorgenommen.

 

BAUKOSTEN. Sollte das Trinkwasserkraftwerksprojekt realisiert werden, sieht die derzeitige Planung den Baubeginn für das Frühjahr 2018 vor. Abgewickelt wird das Projekt im Rahmen des Wasserverbandes Flath. Ihm gehören die Gemeinden Tobadill und Pians an. Für die Inves-titionen und den Betriebsaufwand wurde ein Beitragsverhältnis von 50:50 festgelegt. Umgesetzt wird die kleine Variante mit einer Nettofallhöhe von 405 Metern. Diese wird 830000 Kilowatt Strom im Jahr liefern, was dem Verbrauch von 237 mittleren Haushalten entspricht. Wie ursprünglich geplant, kommt eine Schweizer Spezialturbine zum Einsatz. Die Baukosten belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro.

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