Entscheidungen gefallen

Das Seniorenzentrum Zams-Schönwies in Zams wird um 30 Betten aufgestockt und ein 20-Betten-Komplex für Übergangspflege wird an das Heim angekoppelt. RS-Foto: Tiefenbacher

Seniorenzentrum Zams-Schönwies in Zams: Krankenhausverband löste wichtige Standortfragen

 

Wichtige Entscheidungen sind gefallen: Das -Seniorenzentrum Zams-Schönwies in Zams wird um 30 Betten aufgestockt, der 20-Betten-Komplex für Übergangspflege wird an das Seniorenzentrum angekoppelt und die Einrichtung einer Schwerpunktpflege mit 20 Betten wird vorerst zurückgestellt.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

Die Ausgangslage ist folgende: Das Seniorenzentrum umfasst aktuell 31 Betten. Um es wirtschaftlich führen und den steigenden Bedarf decken zu können, soll es 30 weitere Betten dazu bekommen. Zugleich soll die im Tiroler Strukturplan Pflege 2012–2022 festgelegte Vorgabe – in Zams 20 Betten für die Übergangspflege sowie 20 Betten für die Schwerpunktpflege für die Bezirke Landeck und Imst zu errichten – erfüllt werden. Die Umsetzung ist eine recht komplizierte Angelegenheit, weil nicht nur die beiden Verbandsgemeinden zum Seniorenzentrum Zams und Schönwies, sondern noch eine Reihe weiterer Beteiligter involviert ist.

 

BESCHLÜSSE GEFASST. Nun ist man entscheidende Schritte vorangekommen. Die Aufstockung um 30 weitere Betten ist, wie bereits berichtet, möglich, weil vor allem die Planungsverbände im Ober-gricht auf die ihnen im Strukturplan zugeteilten Heimplätze verzichten. Vergangenen Donnerstag wurden in Imst bei der Sitzung des Gemeindeverbandes zur Förderung des Krankenhauses St. Vinzenz, dem die Gemeinden der Bezirke Landeck und Imst angehören, weitere wichtige Beschlüsse gefasst. „Diese Beschlüsse sind notwendig, weil die Abgänge der beiden geplanten Pflegeeinrichtungen in Zams und die Betriebskosten mit einem Schlüssel auf die 54 Verbandsgemeinden umgelegt werden“, erklärte Verbands-obmann Bgm. Siegmund Geiger. Die Machbarkeitsstudie, die Geiger über Anraten der Geschäftsstelle für Dorferneuerung (Land Tirol) in Auftrag gab, lieferte die Grundlagen für diese Entscheidungen. Ein wichtiger Punkt war die Standortfrage. Diese wurde so gelöst: Das derzeitige Seniorenzentrum, das vor 20 Jahren eröffnet wurde, bleibt in der bestehenden Form erhalten und wird auf 60 Betten erweitert. Ein 20-Betten-Komplex für Übergangspflege wird auf dem östlich des Heimes liegenden Grundstück errichtet und mit dem Seniorenzentrum verbunden. Dieses Grundstück wurde von der Gemeinde Zams für diesen Zweck angekauft. Der 20-Betten-Komplex für die Schwerpunktpflege musste in seiner Realisierung vorläufig noch zurückgestellt werden. Der Grund dafür sind Platzprobleme. Man bräuchte, um diese Projektpläne umsetzen zu können, noch weitere 700 Quadratmeter Grundfläche, und diese hat man nicht. Das heißt aber nicht, dass die Realisierung der Schwerpunktpflege nicht weiter verfolgt wird. Bgm. Geiger wird sich um Alternativstandorte umschauen.

 

WEITERER FAHRPLAN. Der weitere Fahrplan sieht so aus: Als nächsten Schritt sollen die Gemeinderäte von Zams und Schönwies eine Beschlussfassung für die Umsetzung des Aufstockungs- und Neubau-Projektes tätigen. „Ich gehe davon aus, dass das beschlossen werden wird“, meinte Geiger. Danach ist für dieses Projekt ein Architekturwettbewerb geplant, den die „Dorferneuerung“ mitvorbereiten und betreuen wird. 2018 soll zudem der Finanzierungsplan erstellt werden. 2019 will Bgm. Siegmund Geiger loslegen.

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