Erfolgreiche touristische Route beinahe lückenlos

Planer Helmut Kofler, TVB-Vorstand Helmut Wolf, TVB-Obmann Armin Falkner, LH-Stv. Josef Geisler, Bgm. Helmut Spöttl, Vize-Bgm. Karl Ploner (Nauders), Bgm. Rupert Schuchter (Pfunds), Christian Molzer (Vorstand Abteilung Verkehr u. Straße), GF TVB Manuel Baldauf (v.l.) starteten die Bauphase zum finalen Lückenschluss. RS-Foto: Plangger

Spatenstichfeier „Radweg Via Claudia Augusta“ bringt die Verantwortlichen einen großen Schritt näher ans Ziel

Der Fernradweg Via Claudia Augusta gehört wohl zu den bekanntesten Radstrecken in den Alpen. Er folgt dem Verlauf einer alten Römerstraße, die Kaiser Augustus, damals noch als Handelsweg, ausbauen ließ. Mittlerweile sind die Pferdefuhrwerke allerdings verschwunden und durch „Drahtesel“ ersetzt worden. Dem Sektor Rad haben die Verantwortlichen des Tourismusverbandes Tiroler Oberland schon früh große Bedeutung zugemessen. Wohl zu Recht! Bilden doch die Radfahrer eine der wichtigsten Säulen im Sommertourismus. Durch den Baustart einer lückenlosen Fahrrad-Verbindung wird diese Positionierung zusätzlich gefestigt.

Von Martin Plangger

Der Spatenstich zum finalen Lückenschluss zwischen Altfinstermünz und Nauders wurde am 24. August getätigt. Als Vertreter der Gemeinde, welche auch als Projektpartner fungiert, war Helmut Spöttl anwesend. „Es hat sehr lange gedauert, um diesen feierlichen Tag begehen zu können“, resümiert der Bürgermeister. Damit wurde angesprochen, dass es bei diesem Projekt sehr viele Probleme zu lösen galt. Da waren mitunter die Themen Machbarkeit, Finanzierung sowie die Streckenführung im Gespräch. Jedoch durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Projekt Radweg Via Claudia konnte man sich auf eine Lösung einigen, welche nun einen sicheren Zugang (Nauders-Festung bis Ort Nauders) gewährleistet, bestätigte das Nauderer Dorfoberhaupt.

Abwechslung ist Trumpf.

Die Vielfalt an Landschaften und Erlebnissen entlang der Via Claudia Augusta ist mit den beiden neuen Streckenabschnitten um einige Facetten reicher. So können bald Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen die Festung Nauders, die zahlreichen Panzer, den Klettergarten als auch den Kaiserjägerschützensteig, die Aussichtskanzel sowie die Erlebnisburg Altfinstermünz ganz aus der Nähe betrachten.

„Die Via Claudia Augusta ist nicht kopierbar und ist nur so geballt von touristischen Highlights“, schwärmt der Obmann des Gesamtverbandes Armin Falkner. „Der Dank gebührt allen, die an diesem bedeutenden Projekt beteiligt sind.“ Darunter Landeshauptmann Günther Platter, die Abteilung für Verkehr und Straßen, die Gemeinde, das Regionalmanagement, alle Behörden, welche tatkräftig mitgearbeitet haben, sowie die Grundeigentümer als auch Helmut Kofler, welcher für die Planung verantwortlich ist. Den verantwortlichen Baufirmen wurde bei der Spatenstichfeier eine unfallfreie Ausführung gewünscht, wobei das Gesamtprojekt die Segnung von Hochwürden Chris-toph Giewald empfangen durfte.

Investition gerechtfertigt.

Der finale Lückenschluss ist sowohl für den Tourismus als auch die einheimische Bevölkerung gleichermaßen wichtig, erläuterte Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler. Der Radweg Via Claudia Augusta ist ein überregionales Projekt, welches nicht nur geschichtlich, sondern auch landschaftlich vieles zu bieten hat. Mit dem Spatenstich startet die Bauphase des finalen Lückenschlusses. Die beiden Baulose (Nauders-Festung bis Ort Nauders) belaufen sich auf zirka 1,3 Mio. Euro und sollen noch heuer fertiggestellt werden. 70 Prozent der Kosten werden dabei vom Land Tirol finanziert, 30 Prozent entfallen auf den Projektträger, den Tourismusverband Tiroler Oberland und ihren Projektpartner Gemeinde Nauders. Bis 2020 soll die gesamte Königsetappe befahrbar sein, in welche eine Summe von rund drei Millionen Euro investiert wird. Bis dahin gilt es jedoch noch weitere „Probleme“ zu bewältigen, damit auch die Sicherheit entlang der neuen Trasse Altfinstermünz bis zur Festung Nauders gewährleistet werden kann.

Der Radweg Via Claudia Augusta ist technisch ein herausforderndes Projekt, so der Planer Helmut Kofler. RS-Fotos: Plangger
Entlang der Radroute Via Claudia Augusta wird der uralte Kultur- und Handelsweg des Römischen Reiches wieder lebendig.

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