Ergebnisse Mitte des Jahres

Mehr Parkplätze am Bahnhof Landeck-Zams und auch der zweigleisige Ausbau bis Landeck sind gefragt. Konkret ist noch nichts, aber es wird an beiden Vorhaben gearbeitet. RS-Foto: Archiv

Arbeitsgruppe von ÖBB und Land beschäftigt sich mit zweigleisigem Ausbau im Oberland

 

438 Millionen Euro investiert die ÖBB-Infrastruktur AG heuer in die Tiroler Bahninfrastruktur. Nicht enthalten sind der zweigleisige Ausbau Ötztal-Bahnhof – Landeck und eine Lösung der Parkplatzprobleme am Bahnhof Landeck-Zams. Aber es wird an beiden Vorhaben gearbeitet.

 

Von Daniel Haueis

 

In den Erhalt und den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur in Tirol werden bis zum Jahr 2022 rund 3 Milliarden Euro investiert. 438 Millionen Euro fließen heuer, rund 330 Millionen davon in den Brennerbasistunnel. Vorgesehen ist etwa ein neues Parkdeck für 177 Pkws am Bahnhof Matrei am Brenner, der Bahnhof Telfs-Pfaffenhofen erhält rund 300 Pkw-Stellplätze bzw. 80 Stellplätze für Fahrräder und 20 Plätze für Mopeds und Motorräder. Ähnliches würde es auch in Landeck-Zams vertragen und wurde von verschiedenen Lokalpolitikern wie SP-Bezirkschef Benedikt Lentsch auch gefordert. ÖBB-Pressesprecher Michael Gasser-Mair erklärt dazu: „Wir schauen uns derzeit alle Park-und-Ride-Anlagen an.“ Schnell dürfte es aber wohl nicht gehen: Nach Analyse und Planung sind Finanzierungs-Partner zu überzeugen, Verträge aufzusetzen und schließlich Bauarbeiten durchzuführen. Bisher zahlen die ÖBB bei derartigen Vorhaben 50 Prozent, die andere Hälfte haben sich das Land und die profitierende(n) Gemeinde(n) aufzuteilen.

 

ARBEITSGRUPPE ZUM ZWEIGLEISIGEN AUSBAU. Ein zweites Thema, das von LH Günther Platter und LH-Stv. Ingrid Felipe im Wahlkampf „angezogen“ wurde, ist der zweigleisige Ausbau zwischen Ötztal-Bahnhof und Landeck. Er war bereits projektiert, Grundeinlösen haben stattgefunden – letztendlich wurde aber bis heute nichts daraus. Nun scheint wieder Bewegung hineinzukommen: „Wir befinden uns tatsächlich mit dem Land Tirol in einer Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema beschäftigt und Möglichkeiten prüft“, sagt Gasser-Mair. Ergebnisse sollen bis Mitte 2018 vorliegen.

 

 

Streckensperren am Arlberg

Von 31. März bis 2. April und von 17. August bis 3. September steht die Arlbergbahn zwischen Ötztal und Bludenz nicht zur Verfügung. Es werden in dieser Zeit 26 sogenannte Langsamfahrstellen beseitigt, Brücken und Durchlässe saniert und elf neue Weichen eingebaut. Der Bahnhof Roppen erhält einen neuen Randbahnsteig. Für Bahnkunden wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet: zwischen Ötztal-Bahnhof und Bludenz (Fernverkehr) bzw. zwischen Ötztal-Bahnhof und Landeck-Zams (Nahverkehr). Die ÖBB bitten um Verständnis.