Fåsnåchts-Volltreffer in Mieming

Der Auftritt der Plattler in ihren auffälligen Masken und Kostümen spiegelt traditionelles Oberländer Brauchtum wider. RS-Foto: Bundschuh

In Mieming regierte bis zum Faschingsdienstag die Stöttlhex

StöttlVIELHarmonie, Bären und Hexengruppe, Krameter mit Rintelern und Klötzlern, die Laninger, Mieminger Plattler, Liechtmesser mit „Labara“ und die Doign begeistern Einheimische und Gäste.

Von Peter Bundschuh

Eingeflogen vom Stöttlwald kam sie nach Jahren wieder pünktlich zu Beginn der Fåsnåcht. Bis sie die gut gehüteten Geheimnisse ihrer Schriftrolle preisgeben sollte, mussten sich die Mieminger aber bis zum 11. Februar gedulden. Am vergangenen Samstag war es dann soweit. Was sie im Laufe des Jahres von ihrem Spähposten oberhalb der „Plateaumetropole“ aus alles aus dem Dorfgeschehen mitbekommen hatte, wurde nun brühwarm und schonungslos ans Tageslicht gebracht.

Von Zein bis Barwies.

In vier Stationen in allen Ortsteilen von Mieming erreichte die Fåsnåcht mit ihren Gruppen und Wagen ein festbegeistertes Publikum, darunter auch zahlreiche Gäste, die ihren Ferienort auch einmal von der „Glühweinseite“ her kennenlernen wollten. Die Fåsnåchts-Veranstaltungen in Mieming sind witzig und authentisch, weil ganz einfach eigenständig und ehrlich. Das Lokalkolorit ist mit Oberländer Brauchtumsfiguren wie Bären und Hexen bunt gemischt. Wobei der Bärenkampf, der natürlich für den den Frühling verkörpernden Bären siegreich endete, sowohl seitens Kostümen als auch Auftritt begeisterte. Dazu kommt die StöttlVIELHarmonie, die „Labara“ genannte Spottrede über das vergangene Dorfgeschehen und als absoluter „Schenkelklopfer“ die sehr gut gestaltete „Sepp Forcher-Show“ der „Doign“, deren Aufführung geradezu mit Ovationen des Publikums belohnt wurde. Mieming bleibt Mieming, originell, selbstbewusst und ohne das Bestreben, die „großen Fåsnåchten“ kopieren zu wollen.

Sie labert wieder.

Jetzt ist das „bease Weibele“ ja stimmbandtechnisch nicht so besonders toll drauf und hat sich deshalb zwei wortgewaltige Assistenten zugelegt, die sich bei insgesamt 26 Themenreden ganz schön ins Zeug legen mussten. Unterstützt wurden die beiden von einer Mikrofonanlage, die auch überwiegend funktionierte.

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