Feuerwehrkommando bestätigt

Das mit überwältigender Mehrheit bestätigte Kommando: Roland Hauser, Chris-toph Wiesenegg, Alexander Ammann, Andreas Schautzgy (v.l.) mit ihrem „obers-ten Chef“, Reuttes Bürgermeister Luis Oberer (Mitte). RS-Fotos: Claus

Reutte setzt auf Kontinuität

Die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Reutte setzt auf Kontinuität: bei den turnusmäßigen Neuwahlen wurde das gesamte Kommando, mit Kommandant Alexander Ammann an der Spitze, in seinem Amt bestätigt. Sein Stellvertreter bleibt Andreas Schautzgy; Roland Hauser und Christoph Wiesenegg sind weiter als Schriftführer bzw. Kassier für die nächsten fünf Jahre tätig. Das Team komplettieren Günther Mair und Markus Obergschwandtner als Rechnungsprüfer.

In der zügig durchgeführten Generalversammlung im Hotel „Goldener Hirsch“ kam bereits nach gut zwei Stunden der Befehl „Marscherleichterung” – es waren sämtliche Tätigkeitsberichte, Kassenstand und Neuwahlen sowie die Ansprachen der Ehrengäste abgehandelt und die Versammelten konnten zum gemütlichen Teil übergehen. Womit gezeigt wurde, dass die Reuttener Wehr gut durchorganisiert ist und sie es versteht, sich nach innen wie nach außen mannschaftlich geschlossen zu präsentieren. Dies unterstrich auch Bezirksfeuerwehrkommandant (BFK) Dietmar Berktold, der der Wehr professionelle Arbeit attestierte. „Das Bezirkskommando bedankt sich für die Unterstützung in allen Bereichen und weiß eure professionelle Arbeit zu schätzen”, sagte er.
In seinem Rechenschaftsbericht betonte Kommandant Ammann die gestiegenen Anforderungen an seine Mannschaft. Die insgesamt 1850 eingesetzten Mitglieder leisteten rund 1900 freiwillige Einsatzstunden. Unfallfrei war der Einsatz der Fahrzeuge, mit denen knapp 2000 Einsatzkilometer zurückgelegt wurden. Die 58 Übungen und Proben, unter anderen erwähnte er das Mitwirken bei den Außerferner Notfalltagen, bei der Katastrophenschutzübung des Bezirks sowie der Luftbrücke 2017 (im Zuge der Landesübung „Tromos 2017”), waren für alle Aktiven nicht nur anstrengend, sondern auch zeitintensiv. Vor Ort dominierten neben einigen größeren und kleineren Bränden die technischen Einsätze wie bei Verkehrsunfällen, Absperrmaßnahmen bei diversen Veranstaltungen wie Erntedankfest und Krampusumzug oder Brandsicherheitswachen wie bei den „Ritterspielen auf Ehrenberg“. Der Bericht zeigte, welche Bandbreite mittlerweile die Feuerwehrmänner bei ihren Einsätzen abdecken müssen.
In kurzen Worten ging er noch einmal auf die 150-Jahrfeier ein, deren Galaabend im Rückblick eine Superfeier war. Er dankte allen, die für das Gelingen zuständig waren und bemerkte schmunzelnd: „Sogar das Budget wurde eingehalten.” Sein Dank galt auch allen, die das ganze Jahr über bei den Einsätzen gebündelt präsent waren und konnte sich einen „Seitenhieb auf die Gaffer“ bei ihren Tätigkeiten für die Gemeinschaft nicht verkneifen: „Dies nimmt in letzter Zeit unnormale Ausmaße an.”
Bürgermeister Luis Oberer brachte zum Ausdruck, dass für ihn die Feuerwehr eine der wichtigsten Einrichtungen für die Gesellschaft ist. „Mit ihrer Kompetenz, akribisch und perfekt eingesetzt, gibt die Wehr ein Gefühl der Sicherheit – ein Umstand, zumal der Einsatz ehrenamtlich erbracht wird, nicht selbstverständlich ist“ bedankte er sich im Namen der Marktgemeinde und er fügte hinzu: „für die 2018 angeforderten 204.000 Euro sind bereits im Budget vorgesehen und dürften in Kürze vom Gemeinderat genehmigt werden“.

Aktivitäten und Mannschaftsstand. 116 Einsätze, 58 Übungen, 33  Jugendproben, 37 div. Ausbildungen, 9 Ausschusssitzungen/Klausur, 42 sonstige Besprechungen, 19 Ausrückungen, 45 sonstige Tätigkeiten, insgesamt 359 Aktivitäten.
4 Feuerwehr-Jugend, 68 aktive Mitglieder, 5 Ehrenmitglieder, 18 Reservisten.

Von Uwe Claus

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