Fröhliches Feiern bei Schneegestöber

Imst Tourismus (IT) kredenzte zum Jubiläum eine Torte mit Skilift – im Bild: IT-Geschäftsführer Thomas Köhle, Bergbahnen-Geschäftsführer Bernhard Schöpf und IT-Obmann Hannes Staggl (v.l.). Foto: Imster Bergbahnen

Imster Bergbahnen feierten ihr 50-jähriges Bestehen mit Jubiläumsfest und gemütlichem Abend auf der Untermarkter Alm

Seit 50 Jahren laden die Imster Bergbahnen zum winterlichen Skivergnügen in nächster Nähe – ein rundes Jubiläum, das vergangenes Wochenende gebührend gefeiert werden wollte

Von Manuel Matt

Unermüdlich versah die geschätzte Imster Seilbahn bereits vergangenen Freitagabend ihren Dienst, als nächtliche Skifahrer ihre ersten Spuren im prächtigen Weiß der Piste zogen und recht frostige Temperaturen zu einem Abstecher in die Untermarkter Alm einluden. Dort feierten die Bergbahnen in gemütlicher Runde mit Eigentümervertretern, Gemeinderäten, Weggefährten und Vertretern der Imster Vereine das runde Jubiläum des Erholungsgebiets, das mittlerweile mehr als nur ein Kleinod ist. Dass die Zukunft der Imster Bergbahnen heute so glänzend erscheint, war jedoch gerade in den Anfangstagen nicht in Stein gemeißelt. Davon erzählen auch die zahlreichen Zeitzeugen und Pioniere, die von Geschäftsführer Bernhard Schöpf zum Interview gebeten wurden. Besonders kurzweilig gestalteten sich dabei die Ausführungen von Schöpf-Vorgänger Franz Krismer, dessen Engagement als Bergbahnen-Geschäftsführer im Bau des Alpine Coasters im Jahr 2003 gipfelte. Die Errichtung der Sommerrodelbahn sei dabei beileibe kein risikofreies Unterfangen gewesen, wie Krismer schmunzelnd erklärt: „Hätte es nicht so geklappt, wären die Verantwortlichen vermutlich aus der Stadt gejagt worden.“ Ohne den Alpine Coaster würden die Bergbahnen vermutlich in dieser Form nicht mehr existieren, betonte der Alt-Geschäftsführer. Nach der nostalgischen Rückschau wagte Krismer auch einen Blick in die Zukunft – und zwar in Richtung City Coaster. Das Projekt würde fertig geplant in Ordnern bei ihm zuhause ruhen, meint Krismer, der im City Coaster nicht nur eine Entlastung der Verkehrswege nach Hoch-Imst, sondern auch eine nötige Belebung der Innenstadt sieht. Doch die Zeit dränge, immerhin würden die nötigen Flächen nicht ewig zur Verfügung stehen. Eine Lanze für die Bergbahnen brach währenddessen auch Stefan Weirather als Imster Bürgermeister – die Stadtpolitik stehe hinter dem Skigebiet, weil das eben auch ein Großteil der Bevölkerung tun würde.

Sturm & Drang.

Das eigentliche Jubiläum wurde mit einem Fest für Bevölkerung samt kostenloser Liftbenützung am Sonntag, dem 10. Dezember, begangen – exakt 50 Jahre nach der offiziellen Eröffnung 1967. Den Höhepunkt markierte dabei ein Konzert der „Trenkwalder“ bei der Mittelstation. Das stürmische Schneetreiben kommentierte ein anwesender Familienvater: „Lieber Schneesturm als gar kein Schnee wie in den vergangenen beiden Jahren.“ Ähnlich sieht es Geschäftsführer Bernhard Schöpf: „Das Wetter können wir nicht beeinflussen. Umso schöner, dass so viele unserer Einladung zum Jubiläumsfest gefolgt sind und gemeinsam mit uns gefeiert haben. Nun freuen wir uns auf den offiziellen Winterstart am Freitag, dem 15. Dezember.“

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