„Für Spannung ist gesorgt“

LA Ahmet Demir (r., mit Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig) kandidiert wieder für den Landtag – an welcher Stelle, entscheiden er und die Landesversammlung am 11. November. RS-Foto: Archiv

LA Ahmet Demir kandidiert wieder für die Grünen

 

Der Geschäftsführer der Tiroler Grünen, Thimo Fiesel, sieht’s wohl richtig: „Für Spannung ist gesorgt“, meint er angesichts der nahenden Landesversammlung am 11. November in Igls. Auch Landecks Abgeordneter Ahmet Demir meint: „Diesmal ist einiges offen.“

 

Von Daniel Haueis

 

Tatsächlich ist fast alles möglich, bis hin zum kompletten Austausch der Landtagsmannschaft der Grünen. LA Ahmet Demir meint ebenfalls: „Diesmal ist einiges offen.“ Sein Ziel sei eine Kandidatur an wählbarer Stelle. Das hängt erst in der Folge vom Landtagswahlergebnis am 25. Februar ab – in erster Linie ist die Frage, für welchen Lis-tenplatz Demir von der Landesversammlung „aufgestellt“ wird. „Heute bewirbt sich fast jeder für alle Listenplätze“, so Demir (zumindest für jeden zweiten, da Geschlechterparität herrschen muss). Und wenn man z.B. das Rennen um Platz vier nicht macht, weil ein attraktiverer Mitbewerber gewählt wird, geht’s bereits um Rang sechs, nochmals dasselbe Spiel und man wird bestenfalls Nummer acht. Bislang sind 15 Kandidaturen für die vorderen Lis-tenplätze eingelangt, weitere können folgen. Und das bei fünf Mandaten im Landtag (hinzu kommen derzeit ein Landtagsvizepräsident und zwei Regierungsmitglieder). „Es kommt sehr auf die Tagesverfassung an“, meint Ahmet Demir, der eine Überarbeitung dieses Modus anregt. Wer ihn weiterhin im Landtag sehen will und Grünen-Mitglied ist, kann ihn am 11. November bei der Landesversammlung in Igls mit seiner Stimme unterstützen. In seiner Bewerbung meint der 34-jährige Landecker: „Wir Grüne müssen in den kommenden Monaten und Jahren die Partei neu aufstellen, die Durchlässigkeit und Transparenz in den Gremien verbessern und viel Raum für Kritik und Inhalte schaffen.“ Er stehe „für Menschenrechte und diese sind für mich nicht verhandelbar“, er denke aber, dass am Bild „Die Grünen wollen alle reinlassen“ gearbeitet werden muss, um es richtigzustellen. Zudem steht er für Entlastung der EPUs und KMUs (ArbeitgeberInnen), einen gesetzlich verankerten Mindestlohn mit starken Kollektivverträgen (ArbeitnehmerInnen), „damit ein Leben in Würde für alle (!) möglich wird“. Seine Einschätzung der eigenen Partei: „Grüne sind für mich ehrliche Menschen, die mit Herz an ihre politische Arbeit rangehen. Bei Diskussionen kommen wir überheblich rüber, weil wir glauben, immer richtig zu liegen.“