Gelebte Solidarität

Die traditionelle Auotweihe erfolgte durch Abt German Erd. RS-Foto: Pfurtscheller

631 Jahre Bruderschaft St. Christoph mit Autoweihe

 

Die Bruderschaftswoche 2017 fand von 2. bis 9. Juli auf dem Arlberg statt. Beim alljährlichen Treffen stehen neben einem abwechslungsreichen Programm das gemütliche Zusammensein und der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Im Sinne des Gründers Heinrich Findelkind engagiert sich die Bruderschaft seit 631 Jahren tatkräftig und solidarisch für in Not geratene Menschen.

 

Von Irmgard Pfurtscheller

 

Zu den Höhepunkten der Bruderschaftswoche zählten Wanderungen, eine Mountainbike-Tour, ein Familien-Fun-Fischen und ein Golfturnier. Am traditionellen Festgottesdienst, zelebriert von HR Dir. German Erd, Abt vom Stift Stams, Prof. Toni Schimpfössl aus Fiss und dem St. Antoner Pfarrer Dr. Augustin Kouanvih nahmen zahlreiche Bruderschaftsmitglieder, Gäste und Ehrengäste teil, darunter Landtagspräsident Harald Sonderegger aus Vorarlberg, LR Bernhard Tilg und BH-Stv. Siegmund Geiger. Bei der Predigt zog Abt German Erd einen Vergleich zwischen der kurvenreichen Passstraße auf den Arlberg und dem Leben: Visionen ließen sich nicht immer geradlinig umsetzen, sondern es hieße, jede Kurve so zu nehmen, wie sie kommt, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren. „Unterwegs sein als Bruder und Schwester“, mit offenen Augen für die Not der Mitmenschen.

 

HOCHHALTEN DER WERTE. Die Wichtigkeit der Bruderschaft betonte auch Sonderegger bei seiner Festansprache. Rund 22.000 Mitglieder aus 49 Ländern unterstützen die Bruderschaft mit ihren Spenden. Von 1977 bis 2017 wurden mehr als 17 Millionen Euro für notleidende Menschen aufgebracht und allein im vergangenen 631. Jahr rund 800.000 Euro. Das zeige, welches Potential vorhanden ist, und es gelte, sich für die Zukunft noch breiter aufzustellen. Besonderer Dank gebühre Bruderschaftsmeister Adi Werner und seiner Gattin Gerda für das „Hochhalten der Werte“. Für die musikalische Umrahmung der Festmesse sorgte die Musikkapelle St. Anton, Ehrensalven gab es von der Schützenkompanie St. Anton unter Schützenhauptmann Christian Strolz. Nach der feierlichen Autosegnung durch Abt Erd wurde zum traditionellen Heinrich Findelkind-Eintopf ins Hospitz geladen.

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