Gelungene Premiere „Aufguss“ in Holzgau

Nicht nur das Publikum applaudierte bei der Premiere in Holzgau, auch die Schauspieler bedankten sich bei den vielen Gästen mit Beifall. RS-Foto: Chauvin

Spende oder Spende – was ist wohl gemeint

Ein voller Gemeindesaal mit rund 190 Theaterbesuchern ist für die Premierenveranstaltung eine feine Sache. So sieht es auch Roland Falger, Obmann der Theatergruppe Holzgau, als er zur Begrüßung der Gäste vor den Vorhang tritt.

Was gehört eigentlich zu einem guten Premierenpublikum, will er wissen, gibt sich aber gleich selbst die Antwort. Neben den Honoratioren – wie Bürgermeister Günter Blaas und Theaterfachmann Hans-Jörg Bader aus Graz, den Sponsoren, den Theatervereinen der Umgebung und, und, und – seien auch die ganz normalen Bürgerinnen und Bürger von Holzgau und den umliegenden Gemeinden wichtig. Mit seinem Auftritt hatte Falger schon die ersten Lacher ausgelöst und es sollten noch viele weitere an diesem Abend kommen. Dann wurde das Licht im Saal gedimmt, die Stühle in Position gerückt und alle warteten gespannt auf das, was kommt. Die Komödie „Aufguss“ des deutschen Schauspielers, Regisseurs, Autors und Theaterdirektors, René Heinersdorff, hat es besonders auf die Lachmuskeln, die Vorstellungskraft und das schnelle Kombinieren des Publikums abgesehen. Eigentlich sollten sich Gäste eines Wellness-Hotels entspannen und wohlfühlen, doch in diesen Räumen herrschte ein heilloses Durcheinander – und das nur, weil die fünf Menschen beim Wort „Spende“ ganz unterschiedliche Meinungen dazu hatten. All das wurde bestens von den fünf Protagonisten in Szene gesetzt. Neben Roland Falger agierten Julia Hummel und Georg Drexel. Zum ersten Mal in einer größeren Rolle war Andreas Lechleitner zu sehen, und überhaupt den ersten Auftritt bei den Holzgauer Theaterspielern hatte Simone Kammerlander. Ihre Namen im Stück waren Dieter, Lothar, Helene, Stefan und Mary. Falger, der auch als Regisseur fungierte, hatte etwas Hand an das Originalmanuskript gelegt, um es für die Holzgauer Gruppe stimmig zu machen. Und stimmig war es, dazu heiter, witzig, etwas zweideutig-eindeutig, doch durchaus vertretbar, wie er meint.
„So viel hab‘ ich schon lang nicht mehr gelacht“, war ein Kommentar, der am Ende zu hören war und in den Gesichtern der Besucher war augenfällig Freude und Zustimmung zu sehen. Das sehr ansprechende Bühnenbild, das durch Robert Lorenz und sein Team ins Gemeindehaus gebracht wurde, fand beim Publikum ebenfalls viel Beifall. Bestens bewirtet wurden die Gäste durch Stefan Klotz mit seiner Gruppe.
Übrigens – die Frage aus der Überschrift beantworten Sie sich am bes-ten selbst, in dem Sie zu einer der nächsten Aufführungen kommen, diese sind jeweils freitags, am 17. und 24. Februar, sowie am 3., 10., 17., 24. und 31. März 2017 um 20.30 Uhr. Reservierungen zwischen 14 bis 19 Uhr unter 067761354475.

Von Claudia Chauvin

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