Großer Anklang

Gerhard Friedle feiert als Musiker und Entertainer „DJ Ötzi“ große Erfolge. Beim Adventskonzert in Längenfeld griff er auf ruhigere Songs wie „Ein Stern“ zurück. RS-Foto: Praxmarer

Längenfelder Benefizkonzert zugunsten der Krebsforschung

Auch in der heurigen vorweihnachtlichen Zeit wurden vielerorts Zeichen für soziales Engagement und Wohltätigkeit gesetzt. So auch in der Pfarrkirche Längenfeld, wo Künstler der Superlative, wie Semino Rossi, ihre Stimme erklingen ließen. Die freiwilligen Spendengelder kommen dem Tiroler Krebsforschungsinstitut zugute. Der ehemalige Chirurg Raimund Margreiter, Mitbegründer des gemeinnützigen Vereins, war ebenfalls anwesend und setzt sich nach wie vor aktiv für die Förderung der Krebsforschung in Tirol ein.

Von Anna Praxmarer

Die „Zellberg Buam“, die „Fetzig‘n“ aus dem Zillertal sowie DJ Ötzi und Semino Rossi fanden sich bei der Adventsfeier ein, um mit ihren musikalischen Darbietungen unter Organisator Burkhard Hummel einen wertvollen Beitrag für die Krebsforschung in Tirol zu leisten. Für jene Besucher der Veranstaltung, die in der Pfarrkirche keinen Platz mehr finden konnten, wurden auf dem Kirchplatz eine große Leinwand und Ständchen für die kulinarische Versorgung aufgebaut.

Ein Zeichen setzen.

„Ich bin ein gläubiger Mensch. Daher ist es eine besonders große Ehre für mich, hier sein zu dürfen. Ich denke, es ist vor allem wichtig, kranken Kindern Hoffnung schenken zu können“, teilte Gerhard Friedle, bekannt als „DJ Ötzi“, seinen persönlichen Bezug zu dem ernsten Hintergrund des Konzertes. Nach einleitenden Worten von Dekan Stefan Hauser und Bürgermeister Richard Grüner wurde die Kirche von weihnachtlichem Hall erfüllt. Die „Fetzig’n“ aus dem Zillertal erinnerten sich noch gut an die Veranstaltung des vergangenen Jahres und bewiesen, dass ihre Musik nicht nur fetzig, sondern auch besinnlich sein kann: „Wir sind seit 2012 das ganze Jahr gemeinsam unterwegs und waren letztes Jahr schon hier in Längenfeld. Dieses Konzert ist uns in ganz wunderbarer Erinnerung geblieben!“ Profi-Skifahrer Hannes Reichelt war als Botschafter des Tiroler Krebsforschungsinstituts ebenfalls anwesend und freute sich über den großen Anklang, den das Konzert fand: „Das Ganze ist eine besondere Geschichte für mich. Mich freut es sehr, dass so viele gekommen sind!“

Klänge der Vielfalt.

Die „Zellberg Buam“ definierten klar ihr musikalisches Repertoire: „Wir sind schon seit vielen Jahren als ,Zellberg Buam‘ unterwegs, aber eines haben wir uns immer vorgenommen: Wir wollen volkstümlich bleiben! Wir glauben, dass genau diese Advents- und Weihnachtslieder gut in die Längenfelder Kirche passen.“ Wie maßgeschneidert für die Lokalität einer Kirche erwiesen sich auch die ausgewählten, größtenteils auf Spanisch gesungenen Lieder, von Gesangsvirtuose Semino Rossi. Der gebürtige Argentinier sorgte mit dem mühelosen Einfließen von Vibrato in seine Stimme und Variationen der Spannung für Gänsehaut.

Tiroler Krebsforschungsinstitut.

Der gemeinnützige Verein wurde von Raimund Margreiter und Hubert Kuprian gegründet. Hinsichtlich seiner Finanzierung, Fragestellung und Organisation handelt es sich dabei um eine in Österreich einzigartige Institution. Die laufenden Kosten werden aus Spenden, von forschenden Gruppen selbst oder über national und international begutachtete Forschungsanträge abgedeckt. Die Krebsforschung des Instituts steht in direktem Bezug zur klinischen Anwendung.

Schlagersänger Semino Rossi bewies mit Leichtigkeit die Polyvalenz seiner Stimme, indem er religiöse Lieder wie „Te agradezco Señor tu palabra“ darbrachte. RS-Fotos: Praxmarer
Mitbegründer des Tiroler Krebsforschungsinstitutes Raimund Margreiter wurde unter anderem 1983 als erster Arzt Österreichs, der eine Herztransplantation durchführte, international bekannt.

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