Hoher Besuch aus Wien bei Plansee

Direktor Andreas Lackner (l.) erklärte dem Gast aus Wien im Rahmen einer Besichtigungstour diverse Betriebsabläufe und Produkte. Rechts Betriebsratsvorsitzender Christoph Scheiber, in der Mitte der vor kurzem neu gewählte SPÖ-Bezirksvorsitzende Stefan Zaggl. RS-Foto: Claus

Bundeskanzler Kern gibt Startschuss für neue Produktionslinie

Ein umfangreiches Programm erwartete den Kanzler der Republik Österreich, Christian Kern, bei seinem Besuch in der vorigen Woche bei Plansee in Breitenwang. Äußerer Anlass war der offizielle Startschuss für die neue Produktionslinie für medizintechnische Produkte, der größten Einzelinvestition am Standort Breitenwang/Reutte im Jahr 2017.

Äußerst interessiert folgte Kanzler Kern den Ausführungen von Vorstand Bernhard Schretter, der das weltweit agierende Unternehmen mit all seinen Facetten vorstellte. Medizinprodukte werden bereits seit über 60 Jahren am größten Produktionsstandort von Plansee in Breitenwang/Reutte gefertigt. Die Bauteile werden in Röntgengeräten und Computertomografen verbaut. Neu ist, dass Plansee eine hochkarätig automatisierte und vernetzte Fertigungslinie schafft, die fit für die Anforderungen von Industrie 4.0 ist. Die neue Produktionslinie soll innerhalb der nächsten zwölf Monate komplett aufgebaut sein.
Christian Kern, vor seiner Amtsübernahme als Bundeskanzler Chef der ÖBB, ließ erkennen, dass für ihn Metall als Werkstoff keine unbekannte Größe ist. Er zeigte sich beeindruckt vom breiten Betätigungsfeld der Plansee Group und stellte auch die Frage, wie das Unternehmen von staatlicher Seite in seiner Arbeit Unterstützung bekommen könne. „Besonders die komplexe Bürokratie bremst manche Aktivitäten, die aufgrund der weltweiten Wettbewerbssituation dringend nötig sind“, antwortete Vorstand Schretter. Weiters wurden die Themen Flexibilität bei Arbeitszeitmodellen und die oftmals sehr späten Reaktionen bei der Flexibilität in der Ausbildung angesprochen.
Nachdem sich der Bundeskanzler in das Goldene Buch eingetragen hatte, folgte eine Betriebsbesichtigung des Unternehmens, bei der Direktor Andreas Lackner dem hohen Gast die dazu nötigen Informationen über diverse Betriebsabläufe gab. Insgesamt haben Plansee und Ceratizit am Standort im vergangenen Geschäftsjahr 46 Millionen Euro investiert. Dieses Jahr sind Investitionen in ähnlicher Größenordnung geplant, von den 2270 beschäftigten Mitarbeitern sind 25 Prozent Facharbeiter. Um den Fachkräftebedarf überwiegend aus eigenen Reihen zu decken, bildet das Unternehmen ständig rund 130 Lehrlinge in sechs Lehrberufen aus.

Von Uwe Claus

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