Hos geldiniz! Willkommen zur Kermes!

Vorbeter Ahmet Bayindir, Davut Celebi, Eren Turgut (Obmann-Stv.), Murat Bulat (Obmann), Ruhi Ekinci, Zeynep Altintas und Mevlüt Tiytili (v.l.) bilden den Vorstand des Vereins Atib Reutte und freuen sich, dass bereits zum sechsten Mal das Volksfest Kermes in Reutte veranstaltet werden konnte. RS-Fotos: Schretter

Der türkisch-islamische Verein Atib lud zum sechsten Mal zum Volksfest in Reutte ein

Am 20. und 21 Mai fand in Reutte bereits zum sechsten Mal die traditionelle Kermes des Vereins Atib statt. Der Verein Atib steht für kulturelle und soziale Zusammenarbeit und lädt Vereinsmitglieder, Einheimische und Interessierte ein,  die türkische Kultur, Lebensweise und türkische Speisen und Getränke kennenzulernen.

Schon in den Tagen vor dem 20. Mai hat das geschäftige Treiben am Atib-Gelände verraten, dass es wieder so weit ist. Die Kermes steht bevor.  Die Räume wurden dekoriert, Zelte aufgestellt, Küchen eingerichtet und Grillstationen in Betrieb genommen. Türkische Musik am Samstagmorgen versetzte die ersten Schaulustigen beinah in Urlaubsstimmung und spätestens gegen Mittag wimmelte es von Besuchern, die auch jedes Jahr gerne zu einem köstlichen Mittagessen kommen und sich beinah wie in Tausendundeiner Nacht fühlen.

Tag der offenen Tür. Der Obmann-Stv. von Atib, Eren Turgut, erklärt: „Unser Kulturfest kann man mit einem Tag der offenen Tür vergleichen. Wir sind stolz auf unsere Kultur und laden alle ein, diese besser kennenzulernen. Kermes heißt Volksfest. Hier ist jeder willkommen. Wir feiern miteinander, tauschen uns aus und haben Spaß.”  Der Dachverein von Atib hat seinen Sitz in Wien, in ganz Österreich gibt es 65 Untervereine. Atib Reutte zählt 320 Mitglieder, 210 Männer und 120 Frauen. Fixen Mitgliedsbeitrag gibt es keinen, jeder gibt, was für ihn möglich ist.  „Unsere nächste größere Aktion findet am 27. Mai statt. An diesem Tag beginnt der Ramadan, unser traditioneller Fastenmonat.
Am Abend, nach Sonnenuntergang, wird hier für alle unsere Vereinsmitglieder kostenloses Essen ausgeben. Bei all diesen Veranstaltungen arbeiten Vereinsmitglieder ehrenamtlich zusammen. Bei der diesjährigen Kermes waren das zwischen 170 und 200 Freiwillige, die zwei Tage lang in ihrer Freizeit mitgeholfen haben. Ihnen gehören ein großes Lob und Dank ausgesprochen, so die Worte Eren Turguts.

Viel Abwechslung. Die Kermes bot ein buntes Bild der türkischen Kultur. An verschiedenen Ständen konnten traditionelle Speisen gekostet werden, Tanzgruppen zeigten ihr Können und bei verschiedenen Wettbewerben konnte jeder sein Geschick unter Beweis stellen.
Henna-Tattoos waren ebenso begehrt wie das Kinderschminken. Zwei große Hüfburgen waren die Attraktion bei den kleinen Besuchern. In den einzelnen Räumen des Atibhauses gab es unterschiedliche Programme, die Zeit verging wie im Flug. Lohnenswert war in jedem Fall der Besuch der Moschee.
Zwei charmante junge Damen erklärten den Besuchern die Rituale, Abläufe und führten durch den Gebetsraum.  Bei türkischem Kaffee und einer großen Auswahl an Süßigkeiten konnte bei angeregeten Gesprächen noch so manches erfahren werden.