„Im realistischen Bereich“

Das Bachelorstudium, „zu Hause“ in MPreis-Gebäuden in Bruggen, soll um ein anschließendes Masterstudium erweitert werden. RS-Foto: Haueis

Es werden Pläne für ein Masterstudium in Landeck geschmiedet

 

Das Bachelorstudium Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus in Landeck wird sehr gut angenommen. Den Absolventen soll nun auch ein „Nachfolgeangebot“ gemacht werden – ein Masterstudium in Landeck.

 

Von Daniel Haueis

 

Das Land Tirol investiert in den Universitätsstandort Landeck: 242.000 Euro wurden erst kürzlich für die weitere Anmietung von 1000 zusätzlichen Quadratmetern im benachbarten, zu errichtenden Gebäude Bruggfeldstraße 7b bis Ende 2018 genehmigt, zudem stellt das Land 135.000 Euro für die Erstausstattung des universitären Betriebes zur Verfügung. Damit steht den rund 220 Studierenden entsprechende Infrastruktur zur Verfügung. Wissenschaftslandesrat Univ.-Prof. Dr. Bernhard Tilg, der mit LH Günther Platter die Initiative zum Studium in Landeck ergriffen hat, freut die Entwicklung des Studiums, das seit dem Wintersemester 2014/2015 läuft: „Das Studium in Landeck von UMIT und Universität Innsbruck ist ein voller Erfolg! Die damalige Idee, ein disloziertes Bachelor-Universitätsstudium für ein Stärkefeld des Bezirkes und des Tiroler Oberlandes in die Bezirksstadt Landeck zu bringen, ist zu einem Vorzeigevorhaben geworden. Unsere damalige Konzeption hat ein disloziertes Bachelor-Studium und anwendungsorientierte Projekte bzw. Forschungsprojekte vorgesehen. Beide Programmlinien haben sich sehr gut entwickelt!“ Das sechssemestrige Angebot soll nun um ein Masterstudium erweitert werden.

 

„GUTE SIGNALE“. „Die Skizze ist gerade im Entstehen“, berichtet Privatdozent Dr. Peter Heimerl von der UMIT – diese ist ein Konzept, das den Rektoren vorgelegt wird. Beim Master handelt es sich um den auf dem Bachelor aufbauenden akademischen Grad nach einem weiteren, zweijährigen Studium. Heimerl schränkt ein: „Wir stehen am Beginn des Prozesses.“ Im heurigen Herbst werde sicher nicht gestartet. Aber er hat „gute Signale, auch aus dem Land“. Für ihn ist dieses weitere universitäre Angebot in Landeck jedenfalls „im realistischen Bereich“ – möglicherweise gebe es schon bald konkretere Informationen darüber.

 

WICHTIG FÜR DIE REGION, KOOPERATION MIT MERAN. Über die Aussicht auf ein Masterstudium in Landeck ist auch Landtagsvizepräsident Toni Mattle erfreut (er wurde für seinen Einsatz für das Studium in Landeck wie auch Bgm. Wolfgang Jörg gerade mit dem Ehrenzeichen der UMIT ausgezeichnet). „Ein Masterstudium wäre eine Sache bei so vielen Studierenden“, sagt der Galtürer Politiker, der grundsätzliche Betrachtungen anstellt: „Das Bildungsangebot ist wichtig, einer der Schlüsselbereiche für die Entwicklung einer Region.“ Hochqualifizierte Mitarbeiter im Tourismus „tun uns schon gut“, die Branche stehe vor großen Herausforderungen. Die Orte würden aber schon jetzt von den Studierenden profitieren, erinnert sich Mattle z.B. an eine Studentenarbeit, die sich mit Galtür als Luftkurort befasst hat. Dies ist auch für LR Tilg von Bedeutung: „Besonders wichtig ist mir die Zusammenarbeit der Studienzentrale in Landeck mit Betrieben und Unternehmen des Bezirkes im Bereich Tourismus und Dienstleis-tung.“ Der Landesrat aus Landeck kündigt zudem eine Kooperation an: „Auch die geplante Zusammenarbeit mit der Landeshotelfachschule in Meran ist ein zusätzlicher besonderer Meilenstein!“ Zum möglichen Masterstudium meint Tilg: „Ohne den akademischen Gremien der Universitäten vorgreifen zu wollen ist die Implementierung eines universitären Masterstudiums sehr gründlich zu prüfen! Wichtiger Aspekt hierbei ist aus meiner Sicht die Arbeitsplatzsituation von Absolventinnen des Bachelorstudiums, eine kritische Masse an bestehenden guten Projekten mit Betrieben und Unternehmen der Region und der Möglichkeit einer berufsbegleitenden Ausbildung.“

Die universitären Väter des Studiums in Landeck: Privatdozent Dr. Peter Heimerl von der UMIT (l.) und Studiendekan Ao.Univ.-Prof. Dr. Gottfried Tappeiner von der Uni Innsbruck. RS-Foto: Archiv