Imst ist Kunststraße

Ein Höhepunkt des Abends: Das Dröhnen der „Metal Drum Company“ erfüllte den neuen Sparkassenplatz, war schlichtweg ein fantastisches Sounderlebnis. RS-Foto: Bundschuh

17. Imster Kunststraße mit viel Musik eröffnet

Mit dem Motto „Selbstdarstellung & andere Inszenierungsstrategien“ ist der Kreativität sämtlicher Mitwirkender ein weiter Rahmen gesteckt. Der Auftakt zur Imster Kunststraße im Advent 2017 war vom Ambiente des kürzlich fertiggestellten Sparkassenplatzes und einem fulminanten Musikprogramm geprägt.

Von Peter Bundschuh

Die eisige Kälte des sternenklaren Beinahe-Vollmondabends konnte die Hitze der feurigen Formation „Flamenco de Cadiz“ und das Dröhnen der „Metal Drum Company“ sehr gut vertragen. Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung wurde auch der Gewinner des erstmals ausgeschriebenen „Kunststraße Imst Kulturpreis“ Markus Thurner („Heiselers Markus“), ein renommierter Bildhauer mit Imsterberger Wurzeln, geehrt. Ein herzliches Dankeschön an alle im Vorfeld fleißigen Hände kam seitens Kulturstadtrat Christoph Stillebacher, der ja selbst aktiv mitten im Geschehen steht. Nach der Grußbotschaft des „offiziellen Imst“ und den besten Wünschen von Bürgermeister Stefan Weirather gratulierte Landesrätin Beate Palfrader Imst zur „Marke Kunststraße“: „Kunst verändert nicht alles, aber ohne Kunst und Kultur verändert sich nichts. Kunst überwindet Grenzen und auch Temperaturen (Anm.: es war ein ziemlich kalter Abend) und Kunst fällt in Imst auf fruchtbaren Boden.“

Bewährtes und Neues.

Im Anschluss an die offizielle Eröffnung erklärte Jacob de Chirico „Kunst erfordert Mut“ und bewies Selbiges in seiner flammend-feurig-schrägen Kunstperformance, die in erster Linie nonkonformistischen Geistern unter den Zusehern so wirklich unter die Haut ging. Dass der angekündigte und von vielen mit Spannung erwartete erste Katalog zur Kunststraße nicht rechtzeitig zur Eröffnung geliefert werden konnte, musste man eben schlucken. Ja und schluckmäßig eher zögerlich im versorgungstechnischen Ausschank zeigte sich übrigens das Glühweinstandl, das bei diesen Temperaturen geradezu umlagert war, gastronomisch ist da künftig doch noch etwas Luft nach oben. Zu ihren Anfangszeiten war die Kunststraße eine Aktion zur Belebung der damals ziemlich „ausgestorbenen Innenstadt“. Das Projekt machte im Laufe der Jahre ganz unterschiedliche Phasen durch, bewährte sich jedoch grundsätzlich und wurde unter Leitung von Gabriella Schatz und Alexandra Rangger im Laufe der vergangenen fünf Jahre zur „Marke Imst“. Das neue Koordinatorenteam rund um die Vereine „Pro Vita Alpina“, „Freiraum Imst“ und wie bisher Kulturbüro/Kulturreferat der Stadt Imst konnte sich also über gut vorbereiteten Boden für die neu auszubringende Saat freuen. Dazu kam die Verlegung des Festaktes auf den „nagelneuen“ und urban gestalteten Sparkassenplatz, der erstmals einen viel größeren Rahmen des „Premierenabends der Stadt Imst“ zuließ. Neu geschaffen wurde ein Katalog, der wohl demnächst die Galerien erreichen sollte sowie der mit 1.500 Euro dotierte „Kunststraße Imst Kulturpreis“. Aber manch Neues gibt es auch im Detail zu entdecken. So wurde der bewährt übersichtliche Folder zu den Galerien und anderen Veranstaltungsräumlichkeiten in Format und Aufbau beibehalten. Das klassische, schwarz-weiße Logo, aber orange eingefärbelt, und der Stadtplan wurden schon ziemlich kindgerecht gestaltet.

Das Team.

Die Frontfrauen und -Männer des neuen Koordinatorenteams rund um die Vereine „Pro Vita Alpina“, „Freiraum Imst“ und wie bisher Kulturbüro/Kulturreferat der Stadt Imst sind Florentine Prantl, Geschäftsführerin Kulturverein „Pro Vita Alpina“, Clemens Perktold, Obmann Kulturverein „Freiraum Imst“, Kulturstadtrat Christoph Stillebacher und last not least Andrea Schaller als Leiterin des Kulturbüros der Stadt Imst. Die RUNDSCHAU durfte sich gemeinsam mit den Organisatoren, allen Kreativen und vielen Imsterinnen und Imstern über einen gelungenen Eröffnungsabend freuen und wünscht der 17. Imster Kunststraße einen guten Verlauf.

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung wurde auch der Gewinner des erstmals ausgeschriebenen „Kunststraße Imst Kulturpreis“ Markus Thurner („Heiselers Markus“), ein renommierter Bildhauer mit Imsterberger Wurzeln, geehrt. Zu sehen ist die prämierte Skulptur im vierten Stock des Sparkassengebäudes. Im Bild: Markus Thurner, Landesrätin Beate Palfrader, Bürgermeister Stefan Weirather und Florentine Prantl (v.l.). RS-Fotos: Bundschuh
Bei der eisigen Kälte des sternenklaren Beinahe-Vollmondabends konnten die Gäste des Eröffnungsfestes die Hitze der feurigen Formation „Flamenco de Cadiz“ sehr gut vertragen.
Auch wenn die Zehen bei so manchen recht froren, ließen sich die Imsterinnen und Imster das Erlebnis der Kunststraßeneröffnung 2017 unter dem Motto „Selbstdarstellung & andere Inszenierungsstrategien“ nicht entgehen.

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Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.