Klangvolles Blech sucht gezupfte Klänge

Freuen sich mit der Stadtmusik auf ein abwechslungsreiches iMstrumental 2017: Klangmagier Mario Parizek und Kapellmeister Hermann Delago. RS-Fotos: Matt

Imster Stadtmusik feilt mit Mario Parizek an iMstrumental ‘17

Manch‘ gut informierter Spatz weiß es schon von den Dächern zu pfeifen – das heurige iMstrumental-Konzert der Stadtmusik Imst wird am 21. Mai im Glenthof wieder wie gewohnt für wohlfeile Überraschungen sorgen. Die RUNDSCHAU stattete nicht nur der gemeinsamen Probe am Freitag einen Besuch ab, sondern plauderte auch mit Kapellmeister Hermann Delago und Mario Parizek.

Von Manuel Matt

„Seit ich vor gut zehn Jahren das Amt des Imster Kapellmeisters übernommen habe, war für mich eine Prämisse, die Blasmusik auch in etwas andere Gewässer zu führen“, erzählt Hermann Delago. Nach etlichen erfolgreichen Experimenten in der Vergangenheit wurde der 60-Jährige im letztjährigen Mai in der Bühne Imst-Mitte wieder fündig, als Sprößling Manu tatkräftige Unterstützung durch Mario Parizek erfuhr. Schon beim Hören der gezupften Melodien mit perkussiver Ergänzung rumorte es im Kapellmeister-Kopf, wie die stürmischen Parizek-Songs mit den Klängen der Stadmusik zueinanderfinden könnten. „Hermann hat mich gleich anschließend angesprochen, ob ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen könnte“, so der junge Musiker, der nicht nur aufgrund seiner Blechblas-Vergangenheit – Flügelhorn und Trompete – rasch Feuer und Flamme für die Idee war.

Über die Monate feilte das Duo an den Arrangements von Parizeks „Between the Lines“ und „Soulrhythm“ – zusätzlich steuerte der 25-Jährige auch das speziell für diesen Anlass komponierte „Shining“ bei. „Ich habe davor schon meine Zweifel gehabt, wie das harmonieren könnte“, gesteht Delago, aber „nach der ersten Probe war ich überzeugt: Das wird hervorragend funktionieren!“

Unvergleichbar.

Auch die rund 60 Musizierenden der Imster Stadtmusik freundeten sich nach dem ersten Zusammenspiel rasch mit der Idee an. Dabei ist es nicht nur kein leichtes Unterfangen, zwei grundverschiedene Genres und derart zahlreich beitragende MusikerInnen in harmonischer Einheit zu vereinen – das Projekt darf sich zudem durchaus mit dem Prädikat „weltweit einzigartig“ schmücken. Auch die RUNDSCHAU kann nach der Lauschvisite bei der Probe letzten Freitag überzeugt vermelden: Diese Symbiose aus lokalen Talenten sollten sich Musikfreunde am 21. Mai im Glenthof unter keinen Umständen entgehen lassen.

Vielfältig.

Neben den drei Movements von „Fingerpick trifft Blasmusik“ wird das zweiteilige iMstrumental-Programm auch wieder durch verdiente Klassiker wie beispielsweise der Sinatra-Hymne „New York“, dem pompösen „The Mystery Of Atlantis“ des Tiroler Komponisten Michael Geisler oder einem schwungvollen Medley aus „Bad Girls“ und „Hot Stuff“ von US-Disco-Queen Donna Summer in gewohnter Vielfalt vervollständigt. Für stimmgewaltige Einlagen sorgen wieder verdiente Bekannte vergangener Konzerte – Sängerin Martina Schwarz und der einzig wahre „Joe Cocker des Gurgltals“, Charly Baumgartner.

Zum Abschied gibt sich Kapellmeister Delago noch geheimniskrämerisch – BesucherInnen dürfen sich beim abschließenden Beatles-Evergreen „Yellow Submarine“ auf Unerwartetes einstellen… die RUNDSCHAU schweigt aber an dieser Stelle und blickt gespannt auf das nahende iMstrumental am 21. Mai!

Neben seiner Gitarre ergänzt Parizek den Stadtmusik-Sound auch durch Maultrommel, Kehlkopfgesang, Beatbox und eine stattliche Tuba.

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Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.