Kleinschulen sind nicht nur Bildungsorte

FPÖ-Bezirksobmann Fabian Walch (l.) mit GV Maria Fritz (2. v.l.) und einigen besorgten Lechleitenern in der Volksschule Lechleiten. Foto: FPÖ

FPÖ setzt sich weiterhin für den Erhalt der Volksschule Lechleiten ein

Am Samstag, dem 1. Juli, traf sich der Reuttener FPÖ-Bezirksobmann Fabian Walch mit den besorgten Eltern aus Lechleiten, die um den Erhalt ihrer Volksschule mit Oberstufe kämpfen.

Besonders klagten sie dabei über die Methoden von Landesrätin Palfrader und die Ignoranz und Untätigkeit von Landeshauptmann Platter. „Wie die Landesrätin hier vorgeht, ist eine bodenlose Frechheit. Die Lechleitener, die ich am Samstag kennenlernen durfte, sind sehr besorgt über die Zukunft ihrer Kinder – aber auch bereit, für den Erhalt ihrer Schule zu kämpfen. Dabei werden wir sie mit all uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen“, kündigt Walch an.

Rechtlich korrekt. Für die FPÖ und Walch ist die Sache klar: „Die Volksschule Lechleiten erfüllt alle rechtlichen Kriterien, womit mir nicht klar ist, warum hier eigentlich diskutiert wird. Auch Gemeinderat und Bürgermeister stehen geschlossen hinter der Schule. Ich durfte mir am Samstag auch persönlich ein Bild vom Schulgebäude machen, welches eine tolle Bildungsatmosphäre bietet und top ausgerüstet ist.“ Der Schulleiter der Volksschule hat sich selbst leider nicht geäußert. „Ich vermute, dass Herr Heiß einen Maulkorb bekommen hat. Wie mir die Eltern aber mitgeteilt haben, steht auch er voll und ganz hinter dem Erhalt seiner Schule“, so Walch,  der weiter berichtet: „Die Volksschule ist aufgrund ihrer Lage nicht nur unabdingbar für die Sicherheit der Kinder, sondern auch eine Institution, in der Kultur gelebt und Identität gestiftet werden. Die Identifikation, welche die Lechleitener mit ihrem Weiler haben, ist beispielhaft. Auch einen Absolventen der Schule, der mittlerweile Ingenieur ist, durfte ich kennenlernen. Für ihn und viele anderen ist völlig klar, dass er sich für den Erhalt der Schule einsetzt.“

Treffen mit der Landesrätin. LR Beate Palfrader traf sich dann am Montag, dem 3. Juli, zu einem Gespräch mit Bürgermeister Günther Walch und betroffenen Eltern. Wie von der FPÖ gemutmaßt, konnte keine Einigung erzielt werden. „Wir dürfen gespannt sein, welche Märchen den Lechleitenern aufgetischt werden. Wir jedenfalls werden uns weiterhin für den Erhalt dieser wirklich tollen und notwendigen Schule einsetzen und einen entsprechenden Antrag im Landtag einbringen“, kündigt der Außerferner FPÖ-Bezirksobmann an.

Kopfschütteln bei Maria Zwölfer.  „Warum muss ein gut funktionierendes System zerstört und dem kleinen Weiler Lechleiten das kulturelle Herz aus dem Leib gerissen werden?“ fragt sich die ehemalige Lehrerin und Parteiobfrau von impuls-tirol, Maria Zwölfer. Man kann ein so sensibles Thema nicht mit Druck auf die Bürgermeister und einem „Schweigegebot“ für den Lehrer lösen. Ein über Jahrzehnte gewachsenes pädagogisches System, das den besonderen Umständen angepasst ist, lässt sich nicht mit „geänderten Vorgaben moderner Pädagogik“ als überkommen erklären.