Kulturhaus wird erweitert

Die Fisser Vereine sowie Bgm. Markus Pale und Architekt Wolfgang Neururer wollten bei der Präsentation und dichtem Schneetreiben am liebsten gleich loslegen. Der Baubeginn startete schon am Montag. RS-Fotos: Unterpirker
Bgm. Markus Pale (l.) und Architekt Wolfgang Neururer erklären den Zubau.
So soll das neue Kulturhaus in Fiss aussehen. Foto: Architektur Neururer – Archalp

Fiss: Vereine freuen sich auf ein neues Zuhause

Eine große Delegation war bei der Präsentation der Erweiterungen für das Kulturhaus Fiss anwesend. Nach dem Zubau werden verschiedene Vereine ein neues Zuhause erhalten. Die Freude war groß, Baubeginn war bereits am Montag.

Von Albert Unterpirker

Die Musikkapelle und der Kirchenchor brauchten einen Proberaum, die Feuerwehr hatte Platzmangel, und der Parkplatznot sollte Einhalt geboten werden. Alles Dinge, die mit den neuen Erweiterungen am Fisser Kulturhaus gelöst werden. Ebenso werden 82 Tiefgaragen-Stellplätze gebaut (davon zwei behindertengerecht) – damit ist es allerdings noch nicht getan. Erweitert wird ebenfalls der Restaurantbereich um 20 Sitzplätze auf 54 Plätze (Terrassenbereich mit mindestens 40 Sitzplätzen), zudem erhält der Tourismusverband einen Kinderbetreuungsbereich mit Kindergarde-robe, zwei Spielräume und diverse Räumlichkeiten für das Betreuungspersonal. Im Freibereich werden der bereits vorhandene Spielplatz, Beachvolleyballplatz und Kletterturm neu angeordnet und den Bürgern von Fiss zur Verfügung gestellt. „Die architektonische Konzeption passt sich gut an die vorhandene Optik an“, sagt Bürgermeister Markus Pale, „darauf wurde großer Wert gelegt.“ Architekt Wolfgang Neururer, der schon das bestehende Kulturhaus plante, erklärte: „Beim damaligen Bau wurden aus Kostengründen einige Reduktionen vorgenommen, aber heute ist der Anforderungskatalog anders wie damals.“ Anforderungen, die etwa die örtlichen Vereine betreffen. Beim Kirchenchor, der bis dato (selbst in kalten Wintertagen) in der Kirche probte, freut man sich, dass man nun zusätzlich die Möglichkeit erhält, das Notenmaterial zu archivieren und bei der Musikkapelle, „dass wir nun auch einen Raum für die Kameradschaftspflege haben“, so Obmann Lorenz Pale.

 

LIfT INTEGRIERT. Indessen wurden bezüglich der Tiefgarage zwei Geschosse (mit zwei separaten Fluchttreppenhäusern) geplant, die über eine Rampe südseitig unterirdisch erreichbar sein werden. Der Zubau für die Feuerwehr sieht u.a. zwei Fahrzeugboxen für die Einsatzfahrzeuge, diverse Lagerflächen in verschiedenen Untergeschossen sowie eine Vergrößerung des Nachrichtenraumes zur Koordinierung der Einsatzfahrzeuge vor. Der Bereich „Zubau Musik“ beinhaltet etwa einen Gemeinschaftsraum mit ca. 60m2 und 40 Sitzplätzen für die Gemeinschaft der Musikanten und „großzügige interne und öffentliche sanitäre Anlagen“, sagt Neururer. Für den Fisser Chor ist ein Probelokal mit ca. 50 m2 vorgesehen, weiters sind zwei kleine (ca. 25 m2 und ca. 15 m2) und ein großer Musikproberaum (ca. 150 m2) in der Planung enthalten. Außerdem wird es diverse Lagerflächen für Instrumente, Archiv- und Büroflächen sowie Fläche für das Bühnenmanagement der bestehenden Bühnenfläche des Kulturhauses geben. Insgesamt weist die Kubatur Zubau rund 14500m3 und die Fläche rund 3700m2 auf (Fläche Kulturzentrum gesamt: 5500 m2). Übrigens wird auch ein Lift integriert, der alle Ebenen verbindet. Das Investitionsvolumen schlägt mit rund fünf Mio. Euro zu Buche. Neben Landesfördermitteln trägt den Hauptteil die Gemeinde, ein Teil wird durch die Vermietung von 50 Tiefgaragenplätzen abgefangen. Der Erweiterungsbau hat nur einen Durchbruch, „und dieser stört den Ablauf nicht“, so Neururer, der anfügt: „Das Kulturhaus bleibt so bestehen wie es ist!“

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