Minimales Plus

Alfons Parth: „Ziel muss es sein, die Wertschöpfung zu steigern.“ RS-Foto: Archiv

Bezirk Landeck schließt Tourismusjahr mit +0,2% ab

 

Das Tourismusjahr 2017 (November 2016 bis Oktober 2017) brachte tirolweit ein Nächtigungsplus von 0,2 Prozentpunkten – der Bezirk Landeck erreicht genau dasselbe Ergebnis.

 

Von Daniel Haueis

 

Das Plus bei den Ankünften im Bezirk Landeck ist höher ausgefallen als das der Nächtigungen: 33132 zusätzliche Ankünfte (+1,9%) sorgten für 16453 zusätzliche Nächtigungen. Die insgesamt 8,597 Millionen Übernachtungen bedeuten ein Plus von 0,2 Prozentpunkten. Das ist auch Tirolschnitt. Hochburg war wieder Ischgl mit 1,5 Millionen Nächtigungen – eine Steigerung von 1 Prozentpunkt. Ebenfalls die Millionen-Marke übersprungen haben St. Anton (1,21 Mio., +1,4%) und Serfaus (1,2 Mio., –0,3%), Fiss liegt knapp darunter (969000, –3,0%). Nauders mit 539000 Übernachtungen schafft ein Plus von 0,6 Prozentpunkten, Kappl (512000; –3,1%) und Galtür (472000, –1,7%) müssen ein Minus hinnehmen. Unter den Top-Ten-Gemeinden in Tirol sind Ischgl (3.), St. Anton (6.) und Serfaus (7.). Für Alfons Parth, Obmann des Tourismusverbandes Paznaun – Ischgl, sind die Nächtigungszahlen „gut und recht, aber es geht um Wertschöpfung“. Im Sommer sei sie gering und im Winter nicht schlecht. Es gebe aber andere Destinationen mit besserer Wertschöpfung, selbst im Winter. „Ziel muss es sein, die Wertschöpfung zu steigern“, so Parth – die gebotene Qualität müsse besser vermarktet werden. Parth will nicht schwarzmalen: „Die Top-Destinationen sind sehr gut aufgestellt im Bezirk“, aber es gebe z.B. auch in Südtirol viel mehr Preisbewusstsein und auch mehr Selbstbewusstsein.