„Mobilitätssterne“ für Kematen, Inzing und Zirl

Verleihung der „Tiroler Mobilitätssterne“: V.l. Gregor Reitmair (Vize-Bgm. Mutters), LH-Stv. Ingrid Felipe, Horst Wessiak (Vize-Bgm. Volders), Thomas Öfner (Bürgermeister Zirl), Christina Möstl (Vize-Bgm. Wattens), Josef Kofler (Bürgermeister Sistrans), Klaus Gritsch (Vize-Bgm. Kematen), Martin Plank (Vize-Bgm. Thaur), Johannes Strobl (Bürgermeister Aldrans), Renata Wieser (Umweltausschussobfrau Inzing), Cedric Klose (Vize-Bgm. Lans). Foto: Energie Tirol

Zehn Vorzeigegemeinden aus dem Bezirk Innsbruck-Land wurden für ihre Mobilitätsinitiativen ausgezeichnet

„Vorzeigegemeinden vor den Vorhang“ hieß es unlängst wieder bei der Auszeichnungsveranstaltung „Tiroler Mobilitätssterne“ im Innsbrucker Landhaus. Angelehnt an die Sterne-Auszeichnung in der Gastronomie wurden 45 Gemeinden vom Land für außerordentliche Leistungen in der kommunalen Verkehrspolitik gewürdigt. Im Erscheinungsgebiet der RUNDSCHAU Telfs erhielten die Gemeinden Kematen, Inzing und Zirl „Tiroler Mobilitätssterne“.

Mobilitätslandesrätin LH-Stv.Ingrid Felipe freut sich über die große Vielfalt innovativer Mobilitätsprojekte in den Gemeinden: „Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Ziel der Energieautonomie bis 2050 schaffen. Dazu müssen wir allerdings unseren Energieverbrauch halbieren und das gelingt nur über einen Wandel in der Mobilität. Die heute ausgezeichneten Gemeinden haben verstanden, dass es dazu neben den gängigen Maßnahmen wie Tempo-30-Zonen, Förderung von Rad- und Fußwegen oder Errichtung von Schutzwegen zusehends auch Initiativen braucht, die weniger auf Verbote und Regulative als auf Akzeptanz von und Beteiligung an nachhaltiger Mobilität setzen.“ Felipe spricht damit die immer häufiger werdenden Carsharing-, Dorftaxi- und Rufbus-Konzepte an, die oft auf ehrenamtlichem Engagement basieren. „Auffällig ist zudem die steigende Präsenz von E-Mobilen im Gemeindefuhrpark. Dies zeigt, dass wir mit dem Aktionsprogramm E-Mobilität und dem daraus resultierenden Leitfaden für E-Mobilität am Bauhof am Puls der Zeit liegen“, so die Mobilitätslandesrätin abschließend.

BEZIRK INNSBRUCK-LAND: ZEHN GEMEINDEN BEMÜHEN SICH UM DIE MOBILITÄT. Auffallend viele Gemeinden aus dem Bezirk Innsbruck-Land engagieren sich im Rahmen des Landesprojekts „Gemeinden mobil“. Kematen, Mutters und Volders wurden von der Jury mit je drei „Mobilitätssternen“ bedacht. Lob der Jury gab es für die „Vielfalt der Initiativen in Kematen, die vom Ausbau der E-Ladeinfrastruktur über den geplanten Umbau des Bahnhofs bis hin zu Tempo 30 im Ortsgebiet reicht“. Die Auszeichnung für Mutters wurde mit „den laufenden Planungsarbeiten hinsichtlich einer Begegnungszone am Dorfplatz“ sowie mit „der E-Bike-Förder-Aktion der Gemeinde“ begründet.   Mit zwei „Mobilitätssternen“ unterstützen die Gemeinden Aldrans, Inzing, Lans, Sistrans, Thaur, Wattens und Zirl die „vielseitige Verkehrspolitik ihres Bezirks“.

JURY ENTSCHEIDET ALLE ZWEI JAHRE. Die „Tiroler Mobilitätssterne“ werden seit 2009 alle zwei Jahre von einer unabhängigen Jury vergeben. Die Jury entscheidet auf Grundlage eines ausführlichen Kriterienkatalogs und kann Gemeinden mit bis zu fünf „Mobilitätssternen“  würdigen.   Die „Tiroler Mobilitätssterne“ sind eine Initiative im Rahmen des Mobilitätsprogramms „Tirol mobil“, in dem sich das Land in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, Schulen und Betrieben den Ausbau umweltfreundlicher Verkehrsangebote zum Ziel gesetzt hat. Die Organisation des Auszeichnungsverfahrens und die Betreuung der Gemeinden liegt bei Energie Tirol.