Mutti allein zu Haus

Liebe Freunde der hämischen Betrachtung unserer Lieblingsfeinde!

Die Deutschen sind gescheitert. Nicht im Fußball, was sich viele wünschen. Nein. Politisch. An der Symbolik einer Bananenrepublik. Die mehrwöchige Reise nach Jamaika war ein Flop. Der Wunsch nach einem schönen Leben voll Reggae, Tanz, Sonne, Meer und mehr ist wie eine Seifenblase zerplatzt. Die Vorstellung, Angela Merkel läuft wie Usain Bolt im Weltrekordtempo mit einer schwarz-grün-gelben Flagge über die Ziellinie, gleicht einer Traumreise, die im Bermuda-Dreieck jäh ihr Ende fand. Deutschlands politische Spitzen sind verschollen. Wie ein U-Boot, das sich so lange tarnte, bis es selbst in der Versenkung unauffindbar verschwand. Was die Haifische inzwischen wohl längst gierig gefressen haben, muss jetzt wie ein Phönix aus der Asche neu auferstehen – eine Regierung, die Deutschland in ruhige Gewässer führt und Europa vor dem Schiffbruch bewahrt.

Was die Wähler nicht wollten, sollte zu einer großen Familie zusammengeführt werden. Konservative, Liberale und Grüne in einem Haushalt. Bei Tisch und Bett. Unter einer Decke. Diese Notgemeinschaft zwischen links und rechts der Mitte konnte nicht gut gehen. Schon beim Flirt vor dem Ehevertrag gab es den koalitionären Coitus interruptus. Auf gut Deutsch: Rohrkrepierer samt Kollaps.

Nun geht es natürlich um die Frage, wer da schlapp gemacht hat? Und wer schlussendlich für diese gruppendynamische sexy Regierung zu wenig potent gewesen ist? Viele glauben, es war die Kluft zwischen Grün und Gelb bei Themen wie Migration oder Klimaschutz. Das mag stimmen. Doch auch bei Schwarz-Schwarz sind sich längst nicht mehr alle grün. Seehofer, der Merkel loswerden wollte, steht selbst am Abgrund. Und wer als Partner an Muttis Schoß groß werden wollte, der verdurstete stets an ihrer Brust.

Wie das alles weitergeht und wer da übrigbleibt, weiß niemand. Es bleiben Angies Worte: Wir Deutschen, wir schaffen das!

Meinhard Eiter


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