Nachbesserung gefordert

Übergabe der Unterschriftensammlung: VBgm. Josef Reheis, Bgm. Siegmund Geiger und Anwohnersprecher Markus Köck (v. l.) RS-Foto: Tiefenbacher

Zams: Anwohneraktion gegen zwei gefährliche Überquerungen

 

An der Kreuzung von der Bundesstraße zur Lötz in Zams wurde vergangene Woche den Gemeindevertretern Bgm.Siegmund Geiger, VBgm. Josef Reheis und Gemeindevorstand Christian Kohler eine Unterschriftensammlung übergeben.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

160 Anwohner und Eltern ersuchen darum, zwei gefährliche Straßenüberquerungen (bei der Straßeneinmündung zur Lötz und am Ende des Bruckfeldweges) so zu verändern, dass ihre Kinder die beiden Straßen sorglos alleine überqueren können. Hier befindet sich ein Verbindungsweg zwischen beiden Verkehrswegen für Fußgänger, den die Kinder benutzen. Für sie ist laut Anwohnersprecher Markus Köck eine Querung der beiden Straßen an diesen Stellen besonders gefährlich. Köck verwies hier auf den Folder „Schulwegplan“ der AUVA. In diesem Expertenheft ist dieser Verbindungsweg als größte Gefahrenquelle in Zams ausgewiesen. In der Unterschriftenliste, die der Petition beigefügt ist, wird die Situation bei der Straßeneinmündung zur Lötz so geschildert: „Kinder überqueren hier den Kreuzungsbereich im Blindflug auf ihren Fahrrädern und werden von Autofahrern aufgrund der Sichtbeeinträchtigung viel zu spät erkannt. Auch die Fahrradfahrer sehen den Straßenverkehr nicht ein“. Es habe schon viele Situationen gegeben, wo es knapp hergegangen sei, weiß die bei der Übergabe der Unterschriftensammlung anwesende Volksschuldirektorin Karin Summerauer.

 

FORDERUNG. In der Petition wird weiter ausgeführt, dass die Anrainer die Gemeindeverantwortlichen seit zwei Jahren mit einem Ansuchen und Gesprächen auf die gefährliche Situation aufmerksam gemacht hätten. Diese hätten auch darauf reagiert. Nur den Anrainern reichen die bisher umgesetzten Maßnahmen (Haifischzähne und Bodenmarkierungen) nicht. „Es muss etwas passieren, bevor etwas passiert“, betonte Anwohnersprecher Köck. Gefordert werden bauliche Maßnahmen wie sogenannte Umlaufgitter. „Eine Bodenmarkierung zwingt kein Kind abzubremsen und vom Rad zu steigen und genau auf den Verkehr zu achten. Sogenannte Umlaufgitter jedoch sehr wohl“, erklärte Köck.

 

NOCHMALS BESCHÄFTIGEN. Die bestehende Unzufriedenheit mit den Schutzmaßnahmen bei den Anrainern nahm Bgm. Geiger zur Kenntnis. Er verwies darauf, dass die Gemeinde die Problematik ernst genommen und sich mit der Thematik auseinandergesetzt habe, um die Situation zu entschärfen. Ein Schutzweg sei rechtlich an dieser Stelle nicht möglich. So habe man Markierungen und Gefahrenzeichen angebracht. „Wenn die Anrainer aber Bedenken haben, werden sich die zuständigen Gremien der Gemeinde nochmals damit beschäftigen und nach weiteren Maßnahmen suchen“, versprach Geiger. Er fügte hinzu, dass die Gemeinde den Eltern und Kindern die Letztverantwortung aber nicht abnehmen könne.

 

ZURÜCKGEWIESEN. Planungsobmann Mathias Venier meinte, die Gemeinde habe sich um das Gelingen dieser Sache bemüht: „Es hat insgesamt drei Begehungen vor Ort und fünf Maßnahmen gegeben.“ Auch er signalisierte Bereitschaft zur Suche nach besseren Lösungen. An dieser Stelle wies Venier die in der Petition zitierte Aussage zurück, er und das Bauamt hätten gesagt, die Eltern sollen ihre Kinder auffordern, auf die Bodenmarkierungen zu achten, oder den Kindern sei zu empfehlen, die längere Strecke der Straße entlang zu nehmen. „Solche Aussagen sind nie getätigt worden“, betonte Venier.

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