Namaste, ein schöner Gruß aus Nepal

Franziska (7 Jahre jung) hilft schon seit mehreren Jahren fleißig mit. RS-Foto: Chauvin

Hilfsprojekte laufen weiter

Drei Damen – ein Ziel. Sie sind Weltenbummler geworden und nehmen seit 2009 die größten Strapazen auf sich, um zu helfen. Ulrike Jäger hatte sich damals in das Land Nepal verliebt und Freundin Marlies Kerber angestachelt, mitzukommen.

Dann kam auch noch Hannelore Gnadlinger dazu und nun waren die drei schon zum wiederholten Male in dem rund 6.300 km entfernten Nepal, im unteren Solukhumbo-Gebiet.
Die Hilfsprojekte sind für Schul- und Waisenkinder in Nepal. So konnte das erste Projekt in Deurali auf 2900 m Seehöhe 2012 fertiggestellt werden. Es wurden neue Schulklassen, Toilettenanlagen und eine Krankenstation errichtet. Durch das schwere Erdbeben 2015 ist leider alles zerstört worden und es besteht kein Kontakt mehr. Dank der sehr großen Hilfsbereitschaft wurden 500 Zeltplanen, 800 kg Wolldecken, 20 Ziegen sowie Essenspakete für 150 Familien von den Reuttenern selbst in das Erdbebengebiet nach Jubu–Hunumat und nach Chitlang gebracht und verteilt.
Im Sechstage-Fußmarsch entfernten Jubu waren dann auch die nächsten Projekte. Dort wurde die Gruppe aus Reutte als erste Europäer mit großer Herzlichkeit und Freude empfangen. Hier ging es um die Erweiterung einer Schule um drei Klassenräume sowie die Errichtung einer Krankenstation. Hier werden 500 Kinder unterrichtet. Ganz wichtig war auch der Wasserleitungsbau, bei dem nun 19 Wasserstellen mit Trinkwasserqualität versorgt werden. Dieses wurde durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Reinhold Messner  Mountain Foundation und der Firma Bouvier möglich.
Das neueste Projekt, an dem sie nun arbeiten, ist das Waisenhaus „Außerfern” in Panauti, ca. 35 km außerhalb von Kathmandu, der Hauptstadt Nepals. Da das Grundstück groß genug ist, soll hier auch Gemüse angebaut werden, sozusagen als Selbstversorgung.  Nach positiven Verhandlungen mit den Behörden und der Unterstützung des nepalesischen Freundes Rabindra Puri war im März 2017 der Spatenstich. Das Haus soll in kleinem Stil geführt werden und aus drei Kinderzimmern, einem Mutterzimmer, Toilette, Waschraum und Küche bestehen und für vorerst sechs bis acht Buben sein. Ein weiteres Haus für Mädchen ist in der Planung.  Mittlerweile arbeiten neun „feste, freie Mitarbeiterinnen“ für die gute Sache, je nach Saison sind es auch noch mehr. Die Jüngste ist die 7-jährige Franziska, die ganz fleißig mitarbeitet. Es wird gestrickt, gehäkelt und genäht, gebastelt – eine jede nach ihrem Gusto und Können. All die schönen Sachen werden auf vielen verschiedenen Märk-   beim Weihnachtsmarkt in Reutte, vom 8. bis 10. und 15. bis 17. Dezember, zu finden und heuer erstmals, in der 2.Woche, noch mit einem Tombola Stand, bei dem es für einen Lospreis von nur einem Euro fantastische Gewinne zu ergattern gibt. Jeder herzoffen gespendete Euro ist eine Zukunftsperspektive für diese Kinder, so heißt das Motto der Hilfsaktion. Übrigens wird bei den Begrüßungen das Wort „Namaste“ gesprochen, was so viel bedeutet wie „ich grüße Gott, der in dir wohnt.“ „Bei allen Freunden, Förderern und Geschäftsleuten, die diese gute Sache unterstützt haben und weiterhin unterstützen werden, bedanken wir uns ganz herzlich. Ohne Eure Hilfe wäre unsere Arbeit nicht möglich“, so Ulli, Marlies und Hanni.
Mehr Informationen über die Nepal-Aktion unter www.schulkinder-nepal.at oder, Tel. 0676 64 90 307.

Von Claudia Chauvin

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