Neuer Kommandant am Feldherrnhügel

Das neue Kommando mit zur Hälfte alter Besetzung: der neue Kassier, Kevin Pikl, der in seiner Funktion gebliebene Kommandant-Stellvertreter Christian Tiefenbrunner, der neugewählte Kommandant Christoph Doblander und der weiterhin agierende Schriftführer Simon Wörle mit Wahlleiter Bürgermeister Rudolf Köll (v.l.). RS-Foto: Krismer

Neuwahlen bei Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Tarrenz

Der alte Wind hätte noch sehr gut geblasen, trotzdem gibt es frischen Wind auf der Kommandoebene der Freiwilligen Feuerwehr Tarrenz. Vorletzte Woche bei der Jahreshauptversammlung wurde jener junge Mann zum neuen Kommandanten gewählt, dessen Name die Spatzen schon lange von den Dächern pfiffen. Auch die Position des Kassiers wurde neu besetzt.

Von Ewald Krismer

Bevor es aber zu den periodischen Neuwahlen gekommen war, gab es noch einige andere Tagesordnungspunkte abzuarbeiten. Nach der Begrüßung, der Feststellung der Beschlussfähigkeit und dem Totengedenken durch den scheidenden Kommandanten Brandrat Stefan Rueland folgten die Berichte des Schriftführers und des Kassiers, danach jener des Kommandanten. Dieser viel recht umfangreich aus, gab es doch im abgelaufenen Jahr wieder einiges zu tun. Aktuell umfasst der Mannschaftsstand 118 Leuten, bestehend aus 101 Aktiven und 17 in der Reserve. Bei 47 Einsätzen, die aus drei Brandeinsätzen, zwei Fehlalarmen, drei Brandsicherheitswachen und 39 technischen Einsätzen resultieren, waren insgesamt 474 Leute 421 Stunden eingesetzt. Dazu kamen noch 57 Übungseinsätze und 59 sonstige Tätigkeiten, bei denen insgesamt 1062 Feuerwehrler summa summarum 2627 Stunden im Einsatz waren. Neben all dem kam auch die Kameradschaftspflege nicht zu kurz und auch das Feiern verstehen die Tarrenzer Florianijünger prächtig. Höhepunkt der Feierlichkeiten war wohl der Festakt zur Fahrzeugweihe des neuen Tanklöschfahrzeuges am 28. Mai letzten Jahres.

Ach, Gott – wie die Zeit vergeht: Stefan Rueland (2.v.l.) 1995 bei der Angelobung, damals noch im alten Feuerwehrkameradschaftsraum und unter seinem Vorgänger als Kommandant Herbert Raggl. Foto: FF Tarrenz
Rückblick.

Nach seinem Jahresbericht nahm Rueland nochmals Stellung über seinen Rücktritt als Kommandant der Tarrenzer Feuerwehr, deren Mitglied er seit 1993 ist. Nach sechs Jahren Gruppenkommandant, ebenso lange Kommandant-Stellvertreter und zuletzt zehn Jahre als Kommandant sehe er die Zeit gekommen, den Weg für die jüngere Generation freizumachen, meinte Rueland, der letztes Jahr zum Brandrat befördert und zum Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter gewählt wurde. Diese Funktion wird er auch weiterhin innehaben und seiner Ortsfeuerwehr natürlich erhalten bleiben.

Neue Spitze.
Da blitzte es nur so vor lauter Gold: Bezirksfeuerwehrkommandant Hubert Fischer, sein Stellvertreter und ehemalige Kommandant der Tarrenzer Feuerwehr Stefan Rueland, der ausgeschiedene Kassier der Tarrenzer Markus Walch und Abschnittskommandant Imst/Gurgltal Thomas Friedl (v.l.). RS-Foto: Krismer

Als neuer Kommandant folgt nun Christoph Doblander nach. Er ist seit 2004 bei der Feuerwehr und war zuletzt im Dienstgrad eines Löschmeisters und ist nunmehr Hauptbrandinspektor. Mit Doblander folgt nun einer mit einem Chargendienstgrad auf den Kommandosessel und nicht, wie man meinen möchte, aus der Reihe der Offiziere. Ruelands bisheriger Stellvertreter Oberbrandinspektor Christian Tiefenbrunner ist keiner der ganz vorne stehen möchte, er werkelt lieber im Hintergrund. Er wird auch weiterhin Stellvertreter bleiben und dem neuen Kommandanten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Auch das Amt des Kassiers ist vakant geworden. Markus Walch stellte aus Zeitgründen sein Amt ebenfalls zur Verfügung. Das übernahm Kevin Pikl im Dienstgrad eines Hauptverwalters. Er ist seit 2010 bei der Feuerwehr und war bis zu seiner Beförderung Oberfeuerwehrmann. Zur Freude aller blieb Hauptverwalter Simon Wörle der Feuerwehr als Schriftführer erhalten. Er sorgt mit größtem Einsatz dafür, dass alles, was geschieht, schriftlich und fotografisch festgehalten wird – und was täte die Presse ohne seine Jahresberichte.

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