Neuer Obmann gesucht

Bis Sonntag hat Michael Fasser noch die Möglichkeit, seinen Rücktritt zu widerrufen.Foto: Robert Eder

TZA-Obmann Michael Fasser reicht seinen Rücktritt ein

Nach nur zweieinhalb Jahren an der Spitze der Tiroler Zugspitz Arena und der Zugspitz Arena Bayern-Tirol gibt Obmann Michael Fasser seinen Rücktritt bekannt. Als Begründung für diese schwierige Entscheidung nennt er die Priorität für seine beiden eigenen Betriebe.

Die Nachricht kam überraschend und ohne Vorankündigung. Am Mittwoch, dem 19. April, teilte Obmann Michael Fasser seinen Vorstandskollegen und dem Aufsichtsrat mit, dass er mit 30. April sowohl von seiner Funktion als Obmann der Tiroler Zugspitz Arena als auch der grenzüberschreitenden Zugspitz Arena Bayern-Tirol zurücktreten wird.

Reiflich überlegt. „Die maßgeblichen Gründe für diese schwierige Entscheidung sind die erfreulichen Entwicklungen in meinen beiden Betrieben, dem Gäste-haus „Alpenstern” und der Skischule Snowpower. Insbesondere meine Skischule Snowpower in Lermoos, die ich seit 2013 leite, hat sich e-norm gut entwickelt und beschäftigt mittlerweile bis zu 25 Schneesportlehrer,“ so Fassers Worte. Auch arbeite er daran, das Angebot beider Betriebe auszubauen und weiterzuentwickeln. Der damit verbundene Aufwand lasse sich nur schwer mit den Aufgaben als Regionsobmann vereinbaren.
„Ich habe diese Aufgaben stets mit großem Engagement übernommen, aber gerade der vergangene Winter hat gezeigt, dass es mir nicht mehr möglich ist, 100 Prozent für die Tiroler Zugspitz Arena zu geben. Mein persönlicher Anspruch war immer, sich ganz oder gar nicht dieser verantwortungsvollen Aufgabe ist zu widmen. Dasselbe gilt auch für die Zugspitz Arena Bayern-Tirol, ein Projekt, das viel Positives zur Entwicklung der beiden Zugspitzseiten beiträgt und sehr arbeitsintensiv ist. Ich muss Prioritäten setzen und habe daher diese Entscheidung getroffen“, führt der scheidende Obmann weiter aus.

Viel Positives. Die vergangenen sieben Jahren (fünf  Jahre Ortsobmann und zwei Jahre TZA- Obmann) brachten Michael Fasser viele positive Erfahrungen, wofür er auch sehr dankbar sei.
Er wisse wohl, dass es nicht einfach sein wird, mitten in der Periode die Nachfolge bestmöglich zu regeln. „Jeder Zeitpunkt wäre ein ungünstiger gewesen, ich hoffe, dass aufgrund der angeführten Beweggründe meine Entscheidung dennoch akzeptiert wird“, hofft Fasser.

Noch bis Ende des Monats. „Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde über diesen Schritt informiert und wird unverzüglich den Aufsichtsrat, lt. Tiroler Tourismusgesetz, beauftragen, einen neuen Obmann zu wählen. Meine Tätigkeiten als Obmann werde ich noch bis zum 30. April 2017 wahrnehmen“, verweist Michael Fasser auf das korrekte Prozedere seinerseits. Eine Rückkehr in den Tourismus zu einem späteren Zeitpunkt schließe er nicht aus.

Widerrufsrecht bis zum 30. April. Bis zum Tag seines Austrittes, dem 30. April, hat Michael Fasser nun noch die Möglichkeit, seinen Rücktritt zu widerrufen. „Ist das nicht der Fall, wird der Aufsichtsrat eine Sitzung für eine Ergänzungswahl einberufen“, erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Schennach gegenüber der RUNDSCHAU. Einen bestimmten Zeitraum zur Festlegung der Sitzung gäbe es nicht, so Schennach – die alltäglichen Aufgaben des Obmanns fallen mit 1. Mai in den Zuständigkeitsbereich der beiden Obmann-Stellvertreter, Franz Dengg und Ernst Mayer.