ÖBB nehmen beim Bahnhof-Umbau Fahrt auf

Packten beim Spatenstich zwar fleißig mit an, bis zum Abschluss der Arbeiten Ende 2018 ist aber noch viel zu tun: V.l. LR Johannes Tratter, LH Günther Platter, ÖBB-Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Matthä und Bgm. Werner Frießer. Foto: Gerd Harthauser

In Seefeld ist nun mit dem Spatenstich der offizielle Startschuss für die Modernisierungsoffensive gefallen 

Mit dem offiziellen Spatenstich ist der Startschuss für den Umbau des Seefelder Bahnhofs gefallen. In fast zweijähriger Bauzeit soll aus dem zu den Olympischen Spielen 1964 errichteten und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude ein hochmoderner, kundenfreundlicher Bahnhof  werden. Für die „Modernisierungsoffensive“ sind Investitionen in Höhe von etwa 22,8 Millionen Euro vorgesehen. Danach soll der Seefelder Bahnhof fit für die WM 2019 und die Zukunft sein. 

Die drei Projektpartner, ÖBB, Land Tirol und die Gemeinde Seefeld lobten übereinstimmend die konstruktive und partnerschaftliche Zusammenarbeit bei den vorbereitenden Gesprächen für das Bauprojekt. Doch während sich Bgm. Werner Frießer naturgemäß in erster Linie für seine Bürgerinnen und Bürger freute, die nachhaltig von den Investitionen profitieren würden, blickten Landeshauptmann Günther Platter und der ÖBB-Vorstandsvorsitzende Andreas Matthä  auch über die Grenzen von Seefeld und die WM 2019 hinaus: Platter sieht Tirol als „Sport- und Tourismusdestination Nummer eins in den Alpen“ und den neuen Bahnhof als Paradebeispiel für eine moderne Nahverkehrsdrehscheibe in der Region, für Matthä ist Tirol „ein Vorzeigeland beim Bahnfahren“, mit dem neuen, kundenfreundlichen Bahnhof biete die ÖBB als verlässlicher und starker Mobilitätspartner ihren Fahrgästen künftig mehr Komfort und modernes Design. Dazu gehören, dass zum Beispiel die Bahnsteige durch eine großzügige Unterführung und Liftanlagen barrierefrei erschlossen werden oder ein taktiles Leitsystem, das blinden und sehbehinderten Menschen die Orientierung erleichtert.

ATTRAKTIVER LEBENSRAUM. Die sichtbarste Änderung durch die anstehenden Baumaßnahmen dürfte neben dem Umbau des Bahnhofsgebäudes und den Veränderungen an den Gleisanlagen und Bahnsteigen das Areal vor dem Bahnhof erfahren: Der bisher von Pkw und Lkw stark frequentierte Bahnhofsvorplatz wird zur Fußgängerzone, im Herzen von Seefeld entsteht ein neuer, attraktiver Lebensraum.

INFOS. Inzwischen haben die Baumaschinen am Seefelder Bahnhof mit ihren Arbeiten begonnen, der Bahnhof ist geschlossen, Fahrkarten gibt es nur noch bei einem Container am Riehlweg. Die ÖBB sind sich dessen bewusst, dass sich in den nächsten Monaten für Fahrgäste, Anrainerinnen und Anrainer trotz aller Bemühungen einiges an Ärger und Unannehmlichkeiten nicht vermeiden lässt. Sie haben deshalb speziell für die Baustelle Seefeld eine eigene Ombudsstelle eingerichtet. Unter der Nummer 0664 2134 567 oder E-Mail: ombud.seefeld@oebb.at können Betroffene direkt mit Ombudsfrau Heidi Schuster-Burda Kontakt aufnehmen.

Von Gerd Harthauser

So wird sich 2109 der Bahnhof Seefeld präsentieren: modern und kundenfreundlich. Visualisierung: Architekturbüro Still-Wagner

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