ÖVP mit besten Chancen

Toni Mattle (VP): „mache es nach wie vor gerne“. RS-Foto: Archiv

Vorbereitungen auf die Landtagswahl

 

Die SPÖ muss zulegen, damit ein Landecker Roter in den Landtag kommt. Die FPÖ muss noch deutlicher zulegen, damit Mathias Venier in das Landesparlament einzieht. Bei den Grünen hängt’s u. a. davon ab, für welchen Listenplatz sich Ahmet Demir bewirbt und was die Mitglieder dazu sagen. Peter Rauchegger von der Liste Fritz wäre lieber Kommunal- als Landespolitiker. Landtagsvizepräsident Toni Mattle wiederum ist nach wie vor gerne Landespolitiker.

 

Von Daniel Haueis

 

Die Freiheitlichen haben die Landeswahlliste für die Landtagswahl (die wohl in knapp einem Jahr stattfindet) beschlossen. Und wie bei den Sozialdemokraten hat kein Landecker, Imster oder Reuttener Blauer ein „fixes Leiberl“. Aber ebenfalls wie bei den Roten (mit Benedikt Lentsch) ist ein Zammer der bestgereihte Westtiroler: Mathias Venier, FPÖ-Bezirksobmann, der für die Freiheitlichen bereits im Nationalrat war, ist Nummer 7. Die drei westlichen Bezirke haben sich, so Venier, auf ihn als gemeinsamen Kandidaten geeinigt, und er sei mit Platz 7 „nicht unzufrieden“ – aktuell gibt’s vier FPÖ-Landtagsmandatare (zum Vergleich: SP-Bezirksobmann Benedikt Lentsch ist Nummer sechs bei derzeit fünf roten Mandataren). „Die Birnen hängen hoch“, sagt Venier, es müsse schon ein sehr gutes Ergebnis auf Landesebene geben, wenn es ein Mandat für ihn geben sollte. Ihn freut aber, dass die Landesliste ohne Diskussion und Streit und sogar einstimmig beschlossen wurde.

 

BEI DEN GRÜNEN WÄHLEN MITGLIEDER. Bei den Grünen wird demnächst die Bezirksliste erstellt (was LA GR Ahmet Demir & Co. aber kein Mandat bringen wird – das schafft in Landeck nur die ÖVP), im Herbst folgt dann die Landesversammlung, bei der sich die Kandidaten präsentieren können. Demir, vor vier Jahren Fünfter der Landesliste, wobei die Grünen dann auch fünf Mandate geschafft haben, wird wieder dabei sein. Entscheiden werden im grünen Fall die Mitglieder: Man kann sich für einen Lis-tenplatz bewerben und sich präsentieren, gewählt wird dann einer der Kandidaten pro Listenplatz. Sieben bis acht Mitbewerber, erinnert sich Ahmet Demir, hatte der das letzte Mal. Es ist also erst im Herbst klar, welche Chancen der Integrations-, Sozial- und Bildungssprecher der Tiroler Grünen aus Landeck auf den Wiedereinzug in den Landtag hat.

 

RAUCHEGGER EHER NICHT. Seit vergangenem Frühjahr gibt’s neben Toni Mattle und Ahmet Demir einen weiteren (wenn auch bisher einmaligen) Landtagsmandatar: Peter Rauchegger aus Pians. Der Liste-Fritz-Bezirkssprecher und Vizelandesparteichef vertrat im Juni-Landtag Isabella Gruber und wurde daher von Landtagspräsident Herwig van Staa angelobt. Ob er bei der kommenden Landtagswahl (beim letzten Mal Nummer 4 der Landesliste – 2 Mandate wurden geschafft) wieder an recht prominenter Stelle aufscheinen wird, ist mehr als unsicher (die Listenerstellung erfolgt erst nach dem Sommer): Rauchegger will eigentlich nicht in den Landtag, die Kommunalpolitik entspreche ihm mehr als die Landespolitik, so der Malermeister aus Pians.

 

MATTLE MACHT ES GERNE. Die ÖVP hat bislang weder auf Bezirks- noch auf Landesebene eine Liste erstellt. Bezirksobmann Toni Mattle aus Galtür kann also noch wenig Konkretes sagen, die Einstellung des Landtagsvizepräsidenten aber ist: „Ich mache es nach wie vor gerne.“ Zuletzt war LH Günther Platter aus Zams Erster der Bezirksliste (und der Landesliste), Mattle Zweiter. Platter nahm das Landesmandat an, Mattle das Bezirks-Grundmandat. Und die ÖVP wird im Bezirk wohl wieder ein Grundmandat schaffen – der Politprofi aus Galtür (oder ein anderer ÖVP-Kandidat) dürfte also das „fixeste Leiberl“ aller Landecker Kandidaten haben.

Benedikt Lentsch (SP): Nummer 6 bei derzeit fünf Mandaten. RS-Foto: Archiv
Mathias Venier: Nummer 7 bei derzeit vier Mandaten. RS-Foto: Archiv
Ahmet Demir (Grüne): Entscheidung der Mitglieder. RS-Foto: Archiv
Peter Rauchegger: eher Kommunal- als Landespolitiker. RS-Foto: Archiv