„Offen für alle kreativen Leute“

Josef Chodakowsky (l.) wurde zum neuen Ehrenmitglied des Vereins Arlberger Kulturtage ernannt, mit im Bild: AKT-Präsident Peppi Spiss. RS-Foto: Zangerl

St. Anton: Jahreshauptversammlung des Vereins Arlberger Kulturtage

 

Erstmals konnte der Verein Arlberger Kulturtage rund um Präsident Peppi Spiss die Jahreshauptversammlung in den Vereinsräumlichkeiten im „Haus des Lebens“ abhalten. Josef Chodakowskys Engagement für die Zurverfügungstellung wurde mit der vierten -Ehrenmitgliedschaft des Vereins bedacht. Die -Theatersparte, die „Arlberger Kulturfrauen“ wagen sich heuer an einen spannenden englischen Klassiker heran.

 

Von Elisabeth Zangerl

 

„Das Schöne und das Erhabene“ war das Thema des 26. Symposiums, dem sich eine internationale Künstlergruppe gewidmet hat: „Es war eines der schönsten Symposien, einfach toll, was da entstanden ist“, blickte der Präsident des St. Antoner Kulturvereins zurück. Hobbymaler-Sektionspräsident Hermann Mussak berichtete von den Hobbymalwochen unter der künstlerischen Leitung von Lisa Krabichler: 58 Exponate zum Thema „Tradition“ mit unterschiedlichsten Interpretationen, Stilen und Techniken entstanden im Rahmen dieser kreativen Schaffenswoche: „Es war eine Woche des intensiven Arbeitens“, resümierte Mussak. Erfolgreich erwies sich auch die Theateraufführung von den (erstmals unter diesem Namen aufgetretenen) „Arlberger Kulturfrauen“. „Goodbye Jakob“ hieß das Stück, eigens geschrieben für die Theatergruppe und gewidmet dem Jubiläum „90 Jahre Ortsname St. Anton“.

 

EIN KLASSIKER AUF DEM THEATERPROGRAMM. Agatha Christies „Die Mausefalle“ ist der Klassiker, an den sich die Arlberger Kulturfrauen mit der zuständigen AKT-Sektionspräsidentin Katharina Spiss heuer heranwagen: „Dieser Klassiker wird in gewohnter Weise an das Museum und die Schauspielerinnen angepasst“, verspricht Spiss – das Stück wird in St. Anton von 15. Juni bis 1. Juli aufgeführt. Das internationale Symposium mit Künstlern aus ganz Europa steckt schon in der Vorbereitungsphase – es findet von 7. bis 15. Juli statt. Lisa Krabichler ist die Sektionspräsidentin für internationale Kunst: „Zwölf internationale Künstler sind eingeladen, ihre Interpretation zu Palimpsest – vorzugsweise in Hinblick auf das Leben in St. Anton am Arlberg zu erarbeiten“ (Palimpsest bezeichnet ein Manuskript, das gereinigt und danach neu beschrieben wurde). „In der Kunst steht der Begriff für Übermalung“, führt Krabichler aus.

 

CHODAKOWSKY ZUM EHRENMITGLIED ERNANNT. 217 Mitglieder zählt der Verein Arlberger Kulturtage, Tendenz steigend. Davon waren bis dato Heinrich Wagner, Bgm. Helmut Mall und Eugen Scalet Ehrenmitglieder – seit der Jahreshauptversammlung am 22. März gibt es mit Josef Chodakowsky ein viertes: „Auf Anregung von Josef Chodakowsky (früherer Kulturreferent der Gemeinde St. Anton) haben wir nach 26 Jahren ein Vereinslokal bekommen“, bedankte sich AKT-Präsident Peppi Spiss mit einer besonders kreativen Ehrenurkunde für diese Verdienste. Chodakowsky: „Es war wichtig, dass der Verein nach über 25 Jahren eine Heimstätte bekommt – der Raum sollte sich entwickeln“, lobte er erste Überlegungen über die Nutzung der „Raum-Kunst“ – Peppi Spiss führt aus:„Erst kam die Idee, hier Ausstellungen und Lesungen zu veranstalten – es wird jedoch ein Atelier bleiben, ein Raum, in dem wir kreativ tätig sind.“ Angeboten werden Malkurse, auch Theaterproben werden hier abgehalten, der erste Malkurs für Anfänger startet am 7./8. April (Kostenbeitrag: 25 Euro, Mitgliedschaft beim Verein AKT nötig). Weitere Ideen sind schon in den Köpfen der AKT-Mitglieder, beispielsweise Theaterworkshops in diesen Räumlichkeiten, eventuell könnten auch kulturell bzw. künstlerisch wertvolle Filme gezeigt werden. „Das Atelier steht allen kreativen Menschen offen“, betont Peppi Spiss, der abschließend zur Finissage in die Galerie Art box am 6. April um 19 Uhr einlädt. Den Winter über waren dort Bilder von Spiss, Lisa Krabichler und befreundeten Künstlern zu sehen.

Hermann Mussak (Sektionspräsident Hobbymaler), Lisa Krabichler (Sektionspräsidentin für internationale Kunst), Präsident Peppi Spiss, Katharina Spiss (Sektionspräsidentin Arlberger Kulturfrauen) und Daniela Stremitzer (Sektionspräsidentin Koordination, v. l.) RS-Foto: Zangerl

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