Olympia 2026 gehört ins Herz der Alpen

Harti Weirather, ehemaliger Olympiateilnehmer und Inhaber der WWP-Sport- marketing-Agentur befürwortet eine Kanditatur von Innsbruck/Tirol für Olympia 2026. Foto: WWP-Group

Harti Weirather, Olympia-Abfahrer und Inhaber der WWP-Sportmarketing Agentur,
unterstützt die Bewerbung von Innsbruck/Tirol

Nur noch wenige Tage sind es, bis bei der Volksbefragung am 15. Oktober über eine Bewerbung von Innsbruck/Tirol für die Olympischen Winterspiele 2026 abgestimmt wird. Bei der 131. IOC-Vollversammlung in Lima wurde deutlich, dass der Gigantismus vergangener Spiele nicht mehr erwünscht ist. „Back to the roots – zurück zu den Wurzeln“ – lautet die Devise. Die Olympischen Spiele sollen dahin zurückkkehren, wo der Wintersport die Menschen begeistert, der Sport wieder im Fokus stehen. Um dies zu erfüllen, müssen Strukturen und Fähigkeiten zur Organisation vor Ort vorhanden sein.
Für Harti Weirahter – den aus dem Außerfern stammenden, ehemaligen Weltklasse-Abfahrtsläufer – sind diese Voraussetzungen in Innsbruck/Tirol alle erfüllt. Im Gespräch mit der RUNDSCHAU sprach er sich ganz klar für eine Bewerbung von Innsbruck/Tirol für die Winterspiele 2026 aus. „In Tirol ist der Wintersport zu Hause. Hier ist die Begeisterung bei den Sportlern und vor allem auch bei der Bevölkerung sehr groß – Tirol ist mit dem Wintersport schon immer eng verbunden. Für mich ist Innsbruck/Tirol der Standort, der die Voraussetzungen für die Durchführung Olympischer Winterspiele am besten erfüllt“, erklärt er überzeugt.

Besinnen auf Traditionen. Die Zeit ist reif für eine traditionelle Wintersport-Destination. In Innsbruck/Tirol kann auf bestehende Ressourcen zurückgegriffen werden. „Natürlich wird einige Arbeit notwendig sein. Es wird bei bestehenden Anlagen Revitalisierungsmaßnahmen brauchen. Aber auch hier würde sich Olympia positiv auswirken, hätte man doch ganz andere Fördermöglichkeiten und Fördertöpfe zur Verfügung. Das Ganze wäre auch nachhaltig. Was jetzt erneuert bzw. revitalisiert wird, nützt nachfolgenden Generationen. Sport wird noch attraktiver, Kinder werden wie Erwachsene für den Sport begeistert. Diese Breitenwirkung wäre unbezahlbar“, unterstreicht Harti Weirather seine Pro-Olympia-Haltung.

Olympia auf Schiene. Der Slogan „Olympia auf Schiene“ ist für Harti Weirather richtig und wichtig. „Diese Überlegungen sind unbedingt notwendig. Die Ski-Weltmeisterschaft 2001 in Sankt Anton hat eindrucksvoll gezeigt, dass dieses Konzept vollkommen aufgeht. Auch bei den Hahnenkammrennen in Kitzbühel erleben wird jedes Jahr wieder, wie gut ,in einem Zug zur Veranstaltung’ funktioniert“ – steht dieser Ansatz für ihn außer Zweifel.
Natürlich seien Fahrpläne durchzuplanen und zu adaptieren – das Konzept und die Kooperation mit der Bahn aber unerlässlich, um auch verkehrstechnisch die Voraussetzungen für moderne Winterspiele zu erfüllen.

Nutzen auch für das Außerfern. „Das ist ein schwieriges Problem“, gibt Harti Weirather zu. „Es ist nichts auszuschließen, aber es ist nicht einfach.“
Es gibt im Außerfern keine olympiatauglichen Wettkampfstätten, aber eine sportbegeisterte Bevölkerung, die sich olympische Wettkämpfe auch gerne vor Ort ansieht. Mit einem vernünftigen Zugfahrplan, der die Strecke Reutte – Innsbruck und retour ohne wesentliche Zwischenstopps vorsieht, würde auch der tiroler Randbezirk in den „Plan Olympia 2026“ mitaufgenommen. „Man darf hier nicht bei 2026 zu denken aufhören. Olympia kann eine Chance sein, nachhaltig und vor allem zeitnah an einem – besonders für den Bezirk Reutte so wichtigen –  Verkehrskonzept zu arbeiten“, so Harti Weirather.

1964 – Aufbruch, 1976 – Emotion, 2026 – Chance. Harti Weirahter, der als aktiver Sportler die Olympiaabfahrt 1980 in Lake Placid bestritten hat, erinnert sich gerne an die Olympischen Winterspiele 1976 in Innsbruck zurück. „Ich war damals 18 Jahre alt und machte gerade meinen Führerschein in Innsbruck. Den Abfahrtslauf am Patscherkofel wollte ich mir unbedingt im Fernsehen anschauen. Ich ging also zu Fuß durch die Stadt zu meinem Onkel und begegnete auf der Straße keiner Menschenseele. Alles war wie leergefegt. Das war unglaublich, wie stark die Faszination war. Es war natürlich unmittelbar an den Namen Franz Klammer, der ja am Patscherkofel Abfahrtsgold für Österreich geholt hat, geknüpft.“
Harti Weirather ist überzeugt: „Wenn es wieder so einen charismatischen Skifahrer – einen Abfahrtsläufer – geben würde, der die Massen derartig begeistern kann, hätte Olympia Innsbruck/Tirol 2026 auf jeden Fall das Potential, auch zu einem so eindrucksvollen Faszinosum zu werden.“
Für ihn steht außer Frage, die Bewerbung für Olympia zu unterstützen und 2026 dann auch live dabei zu sein.

Entscheidung am 15. Oktober. Es kommt auf das Abstimmungsergebnis am 15. Oktober an. Bei einem Ja der Bevölkerung hätte Innsbruck/Tirol die Chance, der Welt zu zeigen, dass die Ausrichtung Olympischer Winterspiele ohne die Errichtung neuer Sportstätten möglich ist. Das ganze Bundesland könnte profitieren.
Die Chancen für  Innsbruck/Tirol bewertet Harti Weirather als sehr gut, trifft eine Bewerbung doch genau das Umdenken, das vom IOC (Internationales Olympisches Komitee) gefordert wird.