Phantasievoll, magisch, rätselhaft!

Franco Berluti (Mitte, hier mit Frau und Schwager) ist stolz, 22 seiner einzigartigen Werke in der Lermooser „Alpenrose“ 12 Monate lang ausstellen zu können. RS-Foto: Wimmer

Die Lermooser „Alpenrose“ präsentiert 22 wunderschöne Keramiken und faszinierende Malereien des italienischen Künstlers Franco Berluti

Bei der Vernissage am 23. März im Lermooser Leading Family Hotel & Resort „Alpenrose“ verblüffte der italienische Maler, Graphiker, Bildhauer und Keramiker, Franco Berluti, die zahlreichen Besucher mit seinen „heiter naiven“ sowie abstrakten Werken. Diese sind nun 12 Monate lang im eleganten Eingangsbereich des Viersterne-Hotels, täglich von 8 bis 22 Uhr. für jedermann zugänglich.

Von Juliane Wimmer

„Wenn ich den Ton in meinen Händen spüre, ist dies das schönste Gefühl auf dieser Welt“, erklärte der 1940 in Civita Castellana (Provinz Viterbo, in der Nähe von Rom) geborene Künstler im Interview. Das fand er schon in Kinderjahren heraus und war überglücklich, als er von 1952 bis 1956 die Kunstschule in seinem Heimatdorf besuchen durfte.

VOM HOBBY ZUM BERUF.

Dort (sowie nach der Schule in der Keramikfabrik) lernte Berluti, mit Ton zu arbeiten. Auch wenn die Keramikarbeit noch immer seine „erste Liebe“ ist, so begann er in seiner Schulzeit auch zu malen. Zunächst waren Keramikarbeiten und Malerei nur ein Hobby, doch als der Unteroffizier der Finanzwache 1994 früh in Rente ging, konnte er seine Leidenschaft zum Beruf machen. Mit beachtlichem Erfolg sowie tatkräftiger Unterstützung seiner großen Familie. Inspiration für seine Keramikarbeiten holte sich Franco Berluti anfangs von den Etruskern. Später fand er jedoch seine eigene Technik, da er Neues schaffen wollte. Sein Schwager erklärte bei der Ausstellungseröffnung: „Er lässt seine Hände und sein Gemüt wie von alleine arbeiten. Der Ton wird aus seinem Innersten bzw. aus dem Moment heraus geformt. Somit ist jedes Stück ein Unikat.“

PHANTASIEVOLL UND EXPRESSIONISTISCH.

Als Tüftler experimentiert Franco Berluti nicht nur in der Keramik, in der er ohne Töpferscheibe arbeitet, sondern auch in der Malerei: So verwendet er Öl- oder Acryl-Farbmaterialien, Leinwand oder (Sperr-)Holz als Unterlagen. Im vorderen Eingangsbereich der „Alpenrose” sind die wunderschönen Keramiken sowie die phantasievoll-bunt und magisch-rätselhaften Malereien im Miró-Stil zu bewundern. Es macht große Freude, die vielen kleinen Details in den Bildern zu entdecken und zu entschlüsseln. Im oberen, hinteren Eingangsbereich hängen die großflächigen, expressionistischen Gemälde, die an den bekannten US-Maler Jackson Pollock erinnern. Im großräumigen, eleganten Hotel kommen diese Werke besonders gut zur Geltung. Fast alle Exponate sind auch käuflich zu erwerben. Eine Liste samt Preisen liegt an der Rezeption aus.

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