Reither Gewerbezone wächst und wächst…

Etliche neue Betriebe werden sich schon bald im neuen „Gewerbegebiet Krinz“ ansiedeln. Die Bauarbeiten laufen derzeit auf Hochtouren. Foto: Gerd Harthauser

Etliche Betriebe werden sich auf Areal in Krinz ansiedeln  – Arbeiten laufen mit Hochdruck

Mit einer ganzen Reihe von Tagesordnungspunkten rund um den Themenbereich „Bauen“ hatte sich  der Reither Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu befassen. Die Abstimmungen verliefen zumeist einstimmig. Bei der Frage, ob die Gemeinde einen eigenen Radlader anschaffen soll, waren Bürgermeister Dominik Hiltpolt und sein Vorgänger im Amt Johannes Marthe allerdings einmal mehr unterschiedlicher Auffassung. 

Der Reihe nach: Hiltpolt gab zu Beginn der Sitzung bekannt, dass vom Architektenwettbewerb für das neue Gemeindezentrum „Mauracherhaus“ der erste Preis an die ARGE Raimund Wulz und Iliova-Architektur vergeben worden ist. Das Ergebnis wird der Bevölkerung am 6. September im Rahmen einer öffentlichen Gemeindeversammlung im Gemeindesaal vorgestellt.   Bis zum Beginn der Bauarbeiten für das „Mauracherhaus“ dürfte das neue Gewerbegebiet bei Krinz samt neuer Zufahrt schon fertiggestellt sein. Nachdem sich die ursprüngliche Zahl der Betriebe, die sich dort niederlassen wollen, inzwischen von fünf auf sieben erhöht hat, war jetzt eine Änderung des Bebauungsplanes nötig. Die Liste der neuen Betriebe ist vielfältig und umfasst im einzelnen einen Motorradhandel, Taschenversand, Schlosser, Schmied, Zimmerei, Registrierkassenverleih und einen Büroservice. Einige der Betriebe stehen bereits kurz vor der Fertigstellung, bei anderen wird mit Hochdruck gearbeitet oder zumindest geplant. Seit einigen Tagen wird auch an der Zufahrt von der Bundesstraße her fleißig gebaggert und planiert.

Auch im Bereich des Bahnhofsweges werden in Kürze die Baumaschinen auffahren, nachdem die Baumeisterarbeiten für einen Schmutzwasserkanal und diverse Straßenbauten vergeben wurden. Der Auftrag war öffentlich ausgeschrieben, es gingen sieben Angebote ein, mit einer Bandbreite bis 436.000 Euro. Den Zuschlag erhielten Berger & Brunner, die den Auftrag als Günstigstbieter für 346.231,27 Euro (immerhin rund 20 %) ausführen können, was nicht nur manchen Zuhörer etwas verwunderte. Berger & Brunner erhielten auf dem Weg der Direktvergabe dann noch einen weiteren Auftrag, der nicht öffentlich ausgeschrieben war (Erweiterung der Abwasseranlagen und Wasserversorgungsanlagen im Bereich Gstoagweg).

Und schließlich ging es noch um die Frage, ob die Gemeinde Reith einen eigenen Radlader benötige oder nicht. Tatsache ist, dass Reith vor allem für die Schneeräumung im Winter, aber auch für sonstige sporadische Arbeiten, seit Jahren viel Geld für die Anmietung eines Radladers ausgibt. Wie Bgm. Dominik Hiltpolt vorrechnete, würden sich die Kosten für einen eigenen Radlader jedoch in zehn bis zwölf  Jahren amortisieren, allerdings mit dem Unterschied, dass das Gerät dann der Gemeinde gehören und normalerweise noch einige Jahre gute Dienste tun würde. Das sah Ex-Dorfchef Marthe nicht so. Zum einen monierte er, dass man den einzigen Radlader-Anbieter am Plateau außen vorgelassen habe. Und außerdem sei es keineswegs sicher, ob es in zehn Jahren überhaupt noch Schnee gebe bei uns. Ganz abgesehen davon, dass dann auch Versicherung und Reparaturen selbst bezahlt werden müssen. „Er sei dagegen“, sagte Marthe. Seine zwei Fraktionskollegen auch, die Mehrheit des Gremiums aber nicht. Mit neun gegen drei Stimmen entschied man sich für den Kauf des Radladers.

Von Gerd Harthauser

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