"Super-Andi" ist wieder zu Hause
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Es waren schon wilde Rennen, die Andreas Matt in Vancouver zu fahren hatte, und so manchem Zuschauer am Bildschirm schlug das Herz bis zum Hals. Doch mit Ehrgeiz und Können holte sich Matt am Ende Olympia-Silber. Grund genug, ihn in seiner Heimatgemeinde Flirsch gebührend zu empfangen. Von Alfred Plankensteiner

Nach WM-Gold im letzten Jahr konnte sich Andreas Matt kürzlich einen weiteren Traum, nämlich einen Stockerlplatz bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver, erfüllen. Einfach war es nicht, das war auch seinem ersten Kommentar: "Es war brutal" zu entnehmen. Mit über einer Minute länger als sonst verlangte der Bewerb allen Skicrossern alles ab, doch es hat sich gelohnt, und spätestens mit dem Erklimmen des Stockerls bei der Siegesfeier waren alle Strapazen vergessen. Nicht vergessen wurde darauf, den erfolgreichen Sportler in seiner Heimatgemeinde gebührend in Empfang zu nehmen. Egal, ob groß ob klein, ob jung oder alt, ob die Kinder der VS, die MK oder die Schützenkompanie: Alles feierte mit und auch die Prominenz war nicht zu knapp vertreten. So reihten sich neben Bgm. Roland Wechner z. B. auch LH-Stv. Hannes Gschwentner, LA Anton Mattle, LK-Präsident Josef Hechenberger, BH Dr. Markus Maaß und TVB-Direktor Martin Ebster in die lange Schar der Gratulanten ein. Matt zeigte sich beeindruckt und er freute sich, dass nicht nur seine Familie, sondern auch das ganze Dorf so mit ihm mitgefiebert hat.
RS-Fotos: Plankensteiner
RS-Fotos: Plankensteiner


ZUWACHS. Wie Bgm. Roland Wechner wissen ließ, hatte auch er Matts Auftritt mit erhöhtem Puls am Bildschirm mitverfolgt und er lobte dessen Leistung, die, wie er sagte, durch Nervenstärke, Können und auch das richtige Quäntchen Glück möglich wurde. Dass Skicross nun auch olympische Disziplin geworden ist, sei nur recht und billig, und dass Andi Matt bei den Bewerben auch in Zukunft kräftig mitmischen werde, stehe außer Frage. Natürlich hat sich Wechner eingehend Gedanken über ein gebührendes Geschenk seitens der Gemeinde gemacht. Mit auf die Bühne konnte er es nicht nehmen, dazu wäre das Geschenk, es handelte sich nämlich um ein Schottisches Hochlandrind, zu groß und schwer gewesen. Matt freute sich als Hobbybauer über diesen Neuzugang zu seiner nunmehr fünf Köpfe zählenden Herde und meinte: "Da werde ich mir meinen Unterstand nun doch vergrößern müssen, immerhin erwarten die vier Tiere, die ich schon habe, alle Nachwuchs."


AUCH IN ZUKUNFT. Skicross hat wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben und ihm wird allmählich die Anerkennung zuteil, die die Sportart verdient – das begeisterte neben LA Bgm. Anton Mattle und TVB-Direktor Martin Ebster – er hatte übrigens eine besondere Überraschung, nämlich ein großes Feuerwerk, mitgebracht – auch Schiklub-Obmann Rudolf Zangerl. "Der Weg nach oben war alles andere als leicht und die Unterstützung seitens des Schiverbandes war mehr als dürftig, doch hat sich in dieser Hinsicht zum Glück nun einiges geändert", so Zangerl. Davon, dass die "Matt-Dynastie" so oder so auch in Zukunft für Erfolge sorgen wird, sind sowohl Mattle und Ebster wie auch Zangerl überzeugt.


VIELSEITIG. Dass der Arlberg in puncto Schisport auf eine lange Tradition zurückblicken kann und der Bezirk Landeck generell ein besonderer Boden für erfolgreiche SportlerInnen ist, darauf wies BH Dr. Markus Maaß hin. Er ließ aber auch wissen: "Ich würde mich nicht auf diese wilde Piste wagen." Neben dem Skicross und der Landwirtschaft hat Andi Matt noch ein weiteres Hobby: die Jagd. Dies veranlasste LH-Stv. und Landessportreferent Hannes Gschwentner dazu, Matt ein Navigationsgerät mitzubringen: "Damit du, egal ob beim Trainieren mit dem Mountainbike, auf der Jagd oder auf der Piste, immer den richtigen Weg findest", so Gschwentner mit einem Schmunzeln.